Robert Gollwitzer

Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

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Das Kreuz mit den Schwulen...

Posted on December 29, 2018 at 11:15 AM

Nicht nur die Kirche als Ganze, sondern auch ihre Glieder und sogar christliche Einrichtungen (etwa "Ex-Gay Ministries") tun sich schwer mit den "Schwulen" - also Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen, insbesondere denen, die diese ausleben.


Das geht von völliger Akzeptanz oder totaler Gleichgültigkeit ("Leben und leben lassen", "wenn sie sich doch lieben", "solange sie niemandem weh tun") über Unsicherheit und damit Tapsen im Dunkeln ("Try & Error") bis hin zur herablassenden Arroganz ("Wir lieben den Sünder, aber hassen die Sünde" - als ob man selbst kein Sünder wäre!) oder gar dämonischer Verurteilung ("Ihr fahrt alle zur Hölle!" - Ja, die Bibel und die Lehre der Kirche reden von "Sünden, die zum Tod führen", es ist aber immer noch die Entscheidung Gottes, wer darunter fällt und wer nicht.).


Nichts davon ist wirklich hilfreich - weder für die Betroffenen noch für die Kirche als Ganze.


Wer Menschen liebt, will das Beste für sie - und das Beste ist immer noch das Beste in Gottes Augen, nicht in unseren. Wer Mitchristen nicht ermahnt, liebt sie nicht, sondern will nur Unannehmlichkeiten vermeiden. Wer jedoch nicht absolut jeden (!) Menschen bedingungslos (also ohne "aber" hinter "ich liebe dich"!) liebt, kann sich nicht als Jünger Jesu bezeichnen.


Jesus selbst hat die Sünderin, die gesteinigt werden sollte, gerettet - ohne dass sie einen Ton von sich gab (geschweige denn ihr bisheriges Leben bereute). Ja, Er wies sie anschließend darauf hin, fortan nicht mehr zu sündigen, das war aber keineswegs Vorraussetzung für Seine Liebe, die sich in Taten erwies.


Bezeichnenderweise aber vergessen die meisten den Missionsauftrag Jesu dabei, also hinaus(!!) zu gehen, Menschen zu taufen und zu Jüngern Jesu zu machen.


Das heißt demnach nicht, einfach nur kirchliche Veranstaltungen anzubieten, Homepages ins Netz zu stellen oder für Seelsorge-Angebote zu werben und zu warten, ob und bis jemand an die Tür klopft.


Nichts davon tat Jesu. Er ging ZU denjenigen Menschen, was Seinerzeit ein unglaublicher Skandal war!


So habe ich mich kürzlich und für einige Zeit in einigen schwulen Dating-Portalen angemeldet (für Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht nachahmenswert!). Ja, in der "Höhle des Löwen" zu sein, ist für Christen nicht ohne Risiko - auch für mich war es schwer, in meine Vergangenheit zuirückzukehren. Nicht immer habe ich dabei eine gute Figur gemacht.


Habe ich es bereut? Nein!! Ich hatte einige erstaunliche Unterhaltungen und Treffen. Manch einer war überrascht darüber, dass hier einer war, dem es nicht einfach nur um potentielle Sexangebote auf dem Fleischmarkt geht und hat mir bereitwillig aus seinem Leben und von seinen Sorgen und Leidenschaften erzählt. Auch ich habe persönliche Dinge geteilt. Dadurch habe ich mehr gelernt als in Jahren "christlicher" Tätigkeit!


Die Menschen dort wissen größtenteils nichts von "Ex-Gay MInistries", sie haben oft augrund negativer Erlebnisse verzerrte Vorstellungen von dem, was Kirche ist und schon gar nicht können sie sich vorstellen, dass sie wegen sich selbst geliebt werden und dass es da noch ein anderes Leben jenseits der Szene gibt.


All das wird in meine künftige Tätigkeit einfließen.


Ich bin jedem dankbar, den ich auf diesem Weg kennenlernen durfte.

Der eigene Körper

Posted on December 29, 2018 at 10:30 AM

Gerade Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben häufig ein gestörtes Verhältnis zum eigenen - männlichen - Körper.


Ein mögliches Szenario:


Der männliche Körper wird vor dem heranwachsenden Jungen verborgen. Er sieht den Vater nie nackt, duscht nicht mit seinen Brüdern, balgt nicht mit dem Papa oder mit Gleichaltrigen herum - kurz: der männliche Körper wird zu etwas Geheimnisvollen für ihn. Etwas, das andere haben, nicht aber er selbst. Seinen eigenen Körper und seine Geschlechtsteile sieht er vielleicht als etwas Fremdes an.


In der aufkommenden Pubertät wird dieser Junge dann von dem angezogen, was er als "anders" empfindet als er selbst: dem männlichen Körper. In seinem späteren "schwulen" Leben fühlt er sich dann möglicherweise als Frau oder als etwas zwischen allen Geschlechtern - oder er wählt das "Gegenteil" und trainiert sich Muskeln an, zieht Armee- oder Lederklamotten an, lässt sich einen Bart wachsen, schert die Haare kurz und himmelt Männer an, die einem derart verzerrten Comic-Abbild entsprechen. Dabei ist er im Grunde nur auf der ständigen Suche seiner eigenen Männlichkeit - wird sie aber außerhalb sich selbst bzw. im Versuchen, einen "Look" zu kopieren, nie finden.


Was tun?


Ganz einfach - ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper finden.


Ich stellte kürzlich ein Foto von mir mit nacktem Oberkörper online. Obwohl es nur kurz im Internet war, löste es unterschiedlichste Reaktionen aus - von Beifallskundgebungen über Angewidert-Sein bis hin zum "das gehört sich nicht".


All das zeugt nicht nur von einem verzerrten Verhältnis zum eigenen Körper, es zeugt auch von einem verzerrten Bild des menschlichen Körpers aus christlicher Sicht.


Obwohl in jedem Freibad mehr zu sehen ist als auf meinem Bild, wurde angeführt, es sei in Ordnung, im Freibad "ohne" herumzulaufen, nicht aber anderswo.


Das ist - mit allem Respekt - kompletter Unsinn. Es ist Unsinn aus psychologischer Sicht (ein Gehirn macht keinen Unterschied, wo es einen anziehenden Körper sieht. Dementsprechend sind Lustgefühle im Freibad ebenso vorhanden wie anderswo). Es ist aber auch Unsinn in spiritueller Hinsicht (was überall sonst eine Sünde ist, ist das auch im Freibad).


Das Schlimme daran: Ein derartiges Verhalten verstärkt oben genannte Entwicklung und Verzerrung der eigenen Geschlechtsidentität, die so oft ein wesentliches Merkmal bei der Herausbildung gleichgeschlechtlicher Neigungen ist.


Wer es vermeidet, sich im Fitness-Studio um Umkleideraum auszuziehen oder dort zu duschen, wer es vermeidet, sich in Badekleidung oder ähnlichem zu zeigen oder andere darin anzusehen, verstärkt durch dieses Vermeidungsverhalten den ursprünglichen Reiz und signalisiert dem Gehirn: du hast recht. Der männliche Körper ist etwas Geheimnisvolles. Ihn anzusehen oder zu zeigen ist außerdem "unanständig".


Wie viel hilfreicher wäre es, anfängliche Scheu und lustvolle Gedanken zu überwinden und damit sein Gehirn darin zu trainieren, dass der männliche (alternativ weibliche) Körper etwas völlig normales und natürliches ist! Genau das wird nämlich passieren, wenn es zum Alltag gehört, sich mit anderen umzuziehen und der sexuelle Reiz schließlich so gut wie verschwindet.


Warum?


Weil der eigene Körper und das eigene Geschlecht dann eben nicht mehr als etwas Fremdes und Geheimnisvolles betrachtet wird, das andere haben, man selbst aber nicht.


Gilt das ohne jede Einschränkung?


Eigentlich ja - aber nur eigentlich. Adam und Eva sind auch nackt herum gelaufen. Seitdem gab es allerdings den Sündenfall. Niemand wird behaupten können, dass er/sie andere nackte Körper noch nie ohne jeden Hintergedanken angesehen hat, also ist spätestens bei den primären Geschlechtsmerkmalen Schluss.


Alles andere aber kann, darf, soll und muss genossen werden!


Katholische Organisationen und der gelebte katholische Glaube

Posted on July 22, 2018 at 2:25 PM

Katholische Organisationen sollten ihrem Namen auch alle Ehre machen, denn er ist Aufgabe und Verpflichtung. Wenn gläubige und praktizierende Katholiken dort immer weniger werden (zugunsten von "Papierleichen", liberalen "alles-ist-gut" Katholiken, Atheisten oder gar Moslems), hat der Teufel Einzug gehalten. Klingt komisch, ist aber so.

Dann sollte man aber auch konsequent sein und sich vom katholischen Hintergrund lossagen und ihn nicht weiter verwenden - möglicherweise der Spenden willen?

Ausgehetzt?

Posted on July 17, 2018 at 3:10 PM

#ausgehetzt – Gemeinsam gegen die Politik der Angst! - eine weitere Aktion, die momentan hier in München läuft.

Das Schema ist immer dasselbe: CSU und AfD schüren "Hass und Ausgrenzung". Es wird erneut das Feindbild von "undemokratischen, menschenrechts-feindlichen und rechten Populisten" an die Wand gemalt.

 

Es folgt eine wirre Aufzählung verschiedener Punkte, die hier wohl angeklagt werden sollen: Kriminalisierung von Flüchtlingen, deren Internierung in Lagern, Abschiebung in Kriegsgebiete, Schüren von "Ängsten", Unterstützung von menschenfeindlichen Regimes mit Geld und Waffen, "kulturelle Scheindebatten" wie Söders Kreuz-Erlass oder Islam-Leitkulturdebatten, Gleichberechtigung unabhängig von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität ("rückwärtsgewandtes Weltbild").

 

Zu den Unterzeichnern gehören neben dem üblichen bunten Völkchen auch kirchliche Organisationen.

 

Die angeführte Propaganda ist genauso bekannt wie unehrenhaft. Anstatt dem politischen Gegner zuzugestehen, dass er rationale Gründe für seine Position hat, unterstellt man ihm eine Motivation, die sich auf "Hass", "Ausgrenzung", "Menschenrechts-Feindlichkeit" etc. gründet. Ob dies nun der Wahrheit entspricht, ist völlig belanglos. Hier zählt offenbar nur, etwas oft genug zu wiederholen, damit es die Öffentlichkeit glaubt. Eine Art von Propaganda, die mich an eine unselige deutsche Zeit erinnert.

 

Allein die verschiedenen Themengebiete, die hier zusammengepackt werden und eine gemeinsame Anklage bilden sollen, lassen Rückschlüsse auf das sonderbare Weltbild der Unterzeichner zu.

 

Dass sich jedoch selbst kirchliche Organisationen vor den Karren u.a. von schwulen Aktivisten spannen und für deren - zutiefst unkatholische - Ideologie missbrauchen lassen (hier geht es ja nicht alleine um eine "Gleichberechtigung unabhängig von sexueller Orientierung etc. - alle Menschen haben vor dem Gesetz dieselben Rechte - sondern eine Akzeptanz der schwulen Ideologie!), verärgert und entsetzt mich als gläubigen Katholiken. Die Lehre der Kirche zum Ausleben einer sexuellen Neigung sowie zur Geschlechtsidentität ist klar: Wir orientieren uns an dem, in dessen Ebenbild wir erschaffen wurden. Durch die gesamte Bibel zieht sich die heterosexuelle, monogame und lebenslange Ehe zwischen Mann und Frau. Jesus selbst hat dies ausdrücklich befürwortet. Daneben gibt es nichts - auch keine eigenständige Identität. Alle Menschen sind zu lieben und zu achten - was aber keineswegs bedeutet, dass wir ihren Lebensstil oder ihre Auffassungen befürworten müssen/dürfen.

 

Söders Kreuz-Erlass ist aus katholischer Sicht ausdrücklich zu begrüßen. Endlich einmal wieder jemand, der sich auf die christliche Grundlage unserer westlichen Demokratien, besonders unserer bayerischen Heimat besinnt (ich sage das ausdrücklich als jemand, der kein Anhänger Söders ist!).

Ja, wir sind christlich. Unser Glaube ist keine Privatsache. Das war er nie und wird er nie sein. Bayern ist ein Land, das auf dem christlichen Glauben gegründet ist und weiterhin sein soll. Wer auch immer hier lebt, hat dies zu akzeptieren. Nein, der Islam gehört nicht hierhier. Wir begegnen Moslems mit Liebe und Respekt, unsere Gesellschaft ist und bleibt aber christlich.

 

Was Flüchtlinge betrifft, so werden diese nur "kriminalisiert", wenn sie gegen ein Gesetz verstoßen haben. Dann aber aus gutem Grund.

 

Was meinen die eigentlich mit der Unterstützung menschenfeindlicher Regimes? Saudi-Arabien? Die Türkei? Die "Palästinenser"? Dann dürfen sie sich gerne an Frau Merkel und ihre Regierung wenden. Oder an alle anderen etablierten Parteien, die bisher alle Staaten mit unterstützt (oder sich zumindest nicht klar von ihnen abgegrenzt) haben, in denen Menschenrechte verletzt werden.

 

Ach ja, bevor ich es vergesse: "Hass und Ausgrenzung" schürt, wer andere politisch mit Schmutz bewirft, ihnen unmoralische Beweggründe unterstellt oder sie bewusst (mangels Argumente?) in eine radikale Ecke stellt, um selbst besser da zu stehen.

 

Das ist nicht nur schäbig, das ist zutiefst unchristlich.

Münchner Manifest

Posted on July 16, 2018 at 2:50 PM

Zur Zeit macht ein "Münchner Manifest für europaweite Solidarität und ungeteilte Menschenrechte" die Runde. Der Titel allein ist so viel- und doch nichtssagend, dass ihn irgendwie jeder - oder niemand - unterschreiben könnte.

Im "Manifest" äußern sich u.a. mehrere soziale Organisationen bzw. Wohlfahrtsverbände.

 

Erwartungsgemäß wird gegen das Gespenst des "Rechtspopulismus" gewettert. Allein dieses Wort wird mittlerweile oft und gerne verwendet, ohne sich der eigentlichen Bedeutung bewusst zu sein bzw. ohne jemals tatsächlich überprüft zu haben, ob es auf die zutrifft, die man damit bezeichnen will (tut es nicht. Im Gegensatz zu vielen politisch korrekten Linksliberalen können ebendiese "Rechten" ihre Positionen rational und vor allem mit Fakten untermauern).

 

Weiter im Text: in billigster Stimmungsmache wird darüber gejammert, dass Europa im "Rechtspopulismus und Nationalismus zu erstarren" drohe. Das Wiedererwachen eines gesunden Patriotismus und einer gesunden Heimatliebe mag zwar denen sauer aufstoßen, die immer noch den Konzepten einer jahrzehntelang eingetrichterten Propaganda nachhängen, gemäß der alles Deutsche und vor allem der Patriotismus schlecht sei - dennoch ist dieses Wiedererwachen das genau Gegenteil eines "Erstarrens". Die Menschen wachen eben aus dieser viel zu lange andauernden Erstarrung auf. Schlagworte wie "Nationalismus" oder gar der vielzitierte (nach dem einfachen Propaganda-Trick: wenn ich etwas oft genug wiederhole, glauben es die Menschen auch, selbst wenn es noch so falsch ist) "Rechtspopulismus" haben ihre abschreckende Wirkung verloren.

 

Im Folgenden wird ein weiteres gern benutztes Wort zitiert: der Humanismus - hier sogar in Verbindung mit dem Wort "Glaubensbekenntnis". Den Begriff "Humanismus" sollte man am besten gar nicht verwenden - und schon gar nicht in einem derart kurzen "Manifest" - da es hierzu mittlerweile unzählige Definitionen gibt. Kurz: jeder versteht etwas anderes darunter. Es geht wohl auch gar nicht um den Begriff "Humanismus" an sich, sondern darum, dass er irgendwie gut klingt. Propaganda eben.

 

Interessant, dass dieser Begriff selbst und gerade von den christlichen Organisationen, die das Manifest unterstützen, mit vertreten wird. Wen interessiert es da schon, dass sich Humanismus und Christentum eigentlich widersprechen. Klingt doch das Wort ein wenig nach "Menschlichkeit" und hat somit einen psychologischen Wert...

 

Wie zu erwarten, wird bereits im nächsten Absatz die "Nazi-Diktatur" in Erinnerung gerufen. Man bekommt den eindruck, das hier selbst das billigste Propaganda-Mittel und der einfachste psychologische Trick gerade gut genug sind, um den Zweck des "Manifests" zu erfüllen (hierzu später).

Das Gegenteil dieser "Nazi-Diktatur" sei das Paradies eines Europas mit offenen Grenzen und Freizügigkeit, dass uns doch so viel Frieden gebracht hat. Dass wir die offenen Grenzen vor allem seit Merkels rechtswidriger Entscheidung haben, diese zu öffnen, und dass seitdem keineswegs Friede herrscht, sondern Kriminalität, Diebstahl, Vergewaltigungen und Morde, bleibt hier natürlich unerwähnt.

 

Dann wird das teuflische Bild derjenigen gezeichnet, die "nationale gegen europäische Lösungen stellen". Deren Weltbild sei "nicht sozial, human oder christlich". Hier sollte man eine Begriffsklärung durchführen: Die bösen Rechten sind keineswegs gegen Europa (das wissen die Unterzeichner auch). Sie sind für ein Europa der Vaterländer (im Gegensatz zu den "United States of Europe" in denen jede über Jahrtausende gewachsene Identität und Kultur in nichts aufgelöst wird). Nur wer das Eigene liebt, kann das Fremde schätzen. Das Prinzip des oft zitierten "Multikulti" hat noch nie irgendwo auf der Welt funktioniert (siehe etwa die USA). Selbst in Deutschland lassen sich selbst Jahrzehnte nach der Einwanderung noch Parallel-Gesellschaften erkennen - also Migranten, die sich überhaupt nicht eingliedern wollen.

 

Zurück zur bösen Rechten: Sie seien "reaktionär und gegenüber Menschen auf der Flucht barbarisch und verantwortungslos". Spätestens hier platzt mir dann der Kragen: Wenn Organisationen dies behaupten, die durch erhöhtes Spendenaufkommen (ja, die Tränendrüse funktioniert noch) und vor allem staatliche Unterstützung Unsummen an Geld durch die Migration verdienen, andere mit Dreck bewerfen, darf man durchaus vermuten, dass dahinter eine gehörige Portion Eigennutz und Scheinheiligkeit steckt.

 

Wem es wirklich um die Flüchtlinge geht, der hilft ihnen in den Heimatländern, damit sie nicht erst quer durch die halbe Welt ziehen müssen. Genau diese Position vertreten die "bösen Rechten". Die Flüchtlinge, die dann noch im Rahmen des Gesetzes und der vorgegebenen Bedingungen kommen (was ein Bruchteil der heutigen sein dürfte), sind uns herzlich willkommen!

 

Nur mal so zur Info: meine Familie hat im 2. Weltkrieg schwer gelitten. Einfache, katholische, arme Menschen vom Lande, die noch nie etwas mit Politik zu tun hatten und überhaupt keine Juden kannten. Einige von uns haben den Krieg nicht überlebt, der Rest musste teils furchtbar leiden. Das Grundstück meiner Großeltern wurde von vier Seiten beschossen (von Deutschen, Amerikanern und Russen), während meine Großmutter mit den Kindern im kleinen Häuschen war. Im Garten starb ein Soldat. Eine Granate wurde in den Keller geworfen und die Scheune brannte. Trotzdem lief niemand aus meiner Familie einfach so davon. Sie blieben und nach Kriegsende fingen sie eben wieder von Null an. Ich sehe deshalb vieles, was mir da im TV präsentiert wird, mit Nüchternheit an.

 

Im Weiteren werden psychologisch gut klingende Worte ohne jeden Zusammenhang aneinandergereiht: "mitmenschlich", "Willkommenskultur", "gelebte Solidarität", Münchner/innen "jeder Herkunft, jedes Glaubens, jedes Geschlechts, jeder sexueller Orientierung und jeder Hautfarbe" usw. Allein mit letzterer Hautfarbe soll wohl versucht werden, den Eindruck zu vermitteln, dass eine riesige Menge von Menschen quer durch die ganze Gesellschaft dieses Manifest verfasst hat.

Im 2. Weltkrieg ist dann die Rede von Millionen von Flüchtlingen, die vor verschlossenen Grenzen standen. Wer da wohl gemeint ist? Die Juden, die von anderen Staaten nicht aufgenommen wurden? Die vertriebenen Deutschen, die es oft gar nicht bis zur Grenze geschafft haben, weil sie unterwegs starben, vergewaltigt wurden oder ermordet wurden (geschätzte zwei bis drei Millionen!)? Natürlich wird auch das Grundgesetz zitiert, dass politisch Verfolgten Asyl gewährt, es wird die Abschottung einzelner Staaten angeklagt, die Zurückweisung von Flüchtlingen an der EU-Grenze etc. Noch einmal: die einzigen, die sich momentan an Recht und Gesetz halten und dieses auch einfordern, sind Parteien wie die AfD! Die Bundeskanzlerin BRICHT seit geraumer Zeit zweifellos geltendes Recht!

 

Selbstverständlich wird auch Italien angegriffen, die Schiffe mit illegalen Flüchtlingen nicht mehr so ohne weiteres andocken lassen. Na endlich stoppt mal jemand den illegalen Taxi-Service der NGO und hält sich an das so oft zitierte Gesetz!

 

Die NGOs, die hier mit ihrem Shuttle-Service die Flüchtlinge noch ermutigen, sich auf die Reise zu machen, handeln nicht nur illegal, sondern moralisch verwerflich, da sie die Situation dieser Menschen noch verschlimmern, anstatt an einer wirklichen Lösung vor Ort mitzuarbeiten (was dann aber keinen Gewinn für diese Organisationen einbringt!).

 

Wirklich übel wird es mir aber bei den Schluss-Sätzen:

 

"Wir, Münchnerinnen und Münchner, sagen ja zur Verantwortung, ja zu Menschlichkeit und Nächstenliebe. Wir sagen nein zu Hass und Abgrenzung, zu Überheblichkeit und Ignoranz.

 

Begründung

 

Wir brauchen ein starkes und breites Bündnis, damit wir ein klares Signal der Humanität setzen. Gegen Hetzparolen und politische Entscheidungen, die nicht im Sinne der Menschen in Not getroffen werden."

 

Das ist billigste Propaganda. Unterste Schublade. Da wird "Verantwortung, Menschlichkeit und Nächstenliebe" "Hass, Abgrenzung, Überheblichkeit und Ignoranz" gegenübergestellt. Wer sich nicht den Fakten und Argumenten der Gegenseite stellen will (oder kann?), der greift auf eine zutiefst verwerfliche moralische Anprangerung zurück. Also ob es nicht rationale Argumente wären, mit denen man sich auseinanderzusetzen hätte, sondern einfach nur "Hass". Das, werte Unterzeichner, hat mit Christentum überhaupt nichts zu tun.

 

Was ihr hier treibt, ist mit Sicherheit nicht im Sinne der "Menschen in Not" (wobei ich mal davon ausgehe, dass viele dieser Menschen, die wirklich in Not sind, den Weg zu uns erst gar nicht schaffen, sondern vor Ort warten, dass wir ihnen helfen. Wenn man aber die Ausgaben dieser Organisationen vor Ort mit denen hier in Deutschland vergleicht, fragt man sich schon, wer hier für die Menschen arbeitet, die wirklich in Not sind - und wer nicht).

 

Ich bin gläubiger Katholik und seit 27 Jahren im kirchlichen Dienst. Ich schreibe dies nicht, um oben genannte Organisationen schlecht zu reden. Vieles, was sie tun ist gut, sinnvoll und unterstützenswert. Ich schreibe es, weil mir etwas an ihnen liegt - oder vielmehr an dem, wozu sie ursprünglich gegründet wurden. Und weil mir noch viel mehr an der Katholischen Kirche liegt, die immer mehr in die Hände derer zu geraten scheint, die sie auf einen unkirchlichen Weg bringen wollen.

 

Schämt euch!

 

München den 16.07.2018

Robert Gollwitzer

Demokratie gilt für jeden!

Posted on July 14, 2018 at 12:55 AM


Komme eben von einer AfD-Veranstaltung zurück.

Man kann zu dieser Partei stehen, wie man will, aber in unserem Land läuft einiges schief.

Es ist ein Unding, dass sich einige Menschen herausnehmen, andere Menschen an ihrem Grundrecht der Meinungsäußerung hindern zu wollen - mit dem totalitären Anspruchg, ihre eigene Meinung sei die einzig richtige und vor allem moralisch akzeptable.

Vor allem die "Antifa" hat sich da besonders heraus getan. Überwiegend junge Männer, vom Leben also noch keine Ahnung, wohl auch noch nicht in Arbeit und erst recht keine eigene Familie - aber in faschistoider Art und Weise Mitbürgerinnen und Mitbürger niederbrüllen und/oder sogar tätlich angreifen wollen. Auch werden bei solchen Aktionen immer gerne seitens der Antifa Fotos der Menschen gemacht, die hier ihre Meinung äußern und gegen keinerlei Recht verstoßen (was man von der Antifa nicht immer behaupten kann!).

Mann stelle sich das mal vor - das ist Faschismus in Reinform!

Unsere Demokratie ist stark genug, dass sie unterschiedlichste Meinungen und Parteien verträgt. Ich habe kein Problem damit, wenn Grüne oder FDP Aktionen machen, oder eben CSU oder gar die NPD - solange sie sich im Rahmen des Gesetzes halten. Das ist ihr gutes Recht!

Der Rest waren unbedarft erscheinende Frauen, die ein "München ist bunt"-Schildchen hoch hielten. Über den Sinn oder Unsinn einer solchen Aussage will ich hier noch gar nichts sagen, nur so viel: sie dürfen hier genauso stehen wie die AfD! Das ist das Ding mit der Demokratie: sie gilt nun mal für alle!

Ich habe mir das Gebrüll der Testosteron-gesteuerten jungen Antifa-Männer oder das Gekeife einzelner Frauen angehört und kann nur sagen, das sollte mal genau so ins Internet gestellt werden. An Dummheit nicht zu überbieten. Spricht für sich.

Ach ja: Frauen (!), die das "Fuck You!"-Zeichen machen oder gar in Neonschrift "FCK AFD" auf dem Kleid tragen, sehen nicht nur vulgär aus, sie machen sich selbst unfreiwillig lächerlich.


Diskriminierung von Schwulen oder durch Schwule?

Posted on July 13, 2018 at 1:10 PM

Ich kann das ganze Gejammere über die Diskriminierung von Schwulen nicht mehr hören.

Gibt es das? Bestimmt. Wenngleich ich sagen muss, dass ich selbst in meinen vielen Jahren offen schwulen Lebens nie wirklich diskriminiert worden bin.

Wirkliche Diskriminierung habe ich erst erfahren, als ich das schwule Leben vor 14 Jahren hinter mir gelassen habe und offen dazu gestanden bin, nun ein anderes, für mich besseres Leben zu leben. Als "Ex-Gay" war und bin ich seitdem Ziel etlicher Attacken - zumeist von ebendiesen Schwulen.

Wer also den "Diskriminierungs-Vorwurf" für eigene politische Zwecke missbraucht, sollte daran denken, dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann!

Drogen in der schwulen Szene

Posted on July 13, 2018 at 8:20 AM

Ich habe gestern einen Beitrag über den hohen Drogenkonsum in der schwulen Szene gelesen (Alkohol und mehr). Als Ursache wurde u.a. die Diskriminierung der Gesellschaft vermutet.

Da ist mir dann aber doch der Kragen geplatzt. Bei so viel selbstmitleidigem Gejammere zieht es einem ja das Unterhemd in den Hintern.

Ich war viele Jahre selbst in der Szene. Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass die Gesellschaft damit gar nichts zu tun hatte. Wir wollten Sex - je wilder und geiler, desto besser! Da war uns jedes Mittel recht, um uns dabei noch mehr anzuturnen.

Darauf bin ich weiß Gott nicht stolz, aber ich stehe dazu und gebe nicht jemand anderem die Schuld dafür. Das ist ja erbärmlich!

Ich habe die schwule Szene vor 14 Jahren verlassen und keinerlei Absichten, jemals in dieses Leben zurück zu kehren.

"Gay" ist es dort bestimmt nicht.

Soziale Marktwirtschaft - quo vadis?

Posted on June 25, 2018 at 1:50 PM

Die soziale Marktwirtschaft in Deutschland konzentriert sich viel zu sehr darauf, Bedürftige mit Leistungen zu unterstützen.

Für mich und aus meiner Erfahrung heraus endet das oft in einem lebenslangem Abhängigkeitsverhältnis und in völliger Unselbständigkeit.

Ein Beispiel: Behindertenwerkstätten. Hier werden Behinderte in ein Getto verfrachtet, anstatt in regulären Betrieben als Teil der Belegschaft zu arbeiten - wenngleich auch mit besonderer Unterstützung.

Anstatt also Menschen was zu geben, damit sie materiell zurecht kommen, bin ich dafür, eine Unternehmens-freundliche Politik zu machen und sich vor allem als Staat rauszuhalten.

Wenn Jobs da sind, brauche ich keine Sozialleistungen zahlen, da die Leute genügend verdienen.

Wer dann noch übrig bleibt und (zu recht!) Sozialleistungen erhält, sollte dafür - sofern gesundheitlich möglich - gemeinnützige Arbeit leisten.

Ein Liebesbrief an unsere Priester

Posted on May 12, 2018 at 7:05 AM

Ich möchte mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei den wenigen aufrichtigen katholischen Priestern bedanken, die es noch gibt.

In meiner Kindheit auf dem Land in der Oberpfalz war es selbstverständlich, sich zu verneigen und "Gelobt sei Jesus Christus!" zu sagen, wenn einer unserer Priester auf dem Fahrrad vorbei fuhr. So lernten wir, was uns auch die Bibel lehrt - geweihte Männer zu respektieren. Ich war sehr überrascht, als ich Jahrzehnte später in München sah, wie Katholiken (und Christen in "Freikirchen"!) mit ihren Priestern (Pastoren/Evangelisten) umgingen!

Mittlerweile blutet mein Herz, wenn ich sehe, wie die Kirche die Nachfolger Jesu Christi behandelt. Von Respekt kann da keine Rede mehr sein. Da erlauben sich Laien, die keinerlei (oder bestenfalls eine unsägliche liberal-modernistische) theologische Ausbildung haben, ihnen vorzuschreiben, was sie tun sollen.

Da mischen sich Pfarrgemeinderäte in jede Angelegenheit ein, die sie im Grunde nicht das geringste angeht.

Sakramentales Leben und katechetische Glaubens-Unterweisung existieren (fast) nicht mehr.

Die wenigsten haben noch eine Ahnung davon, was die Katholische Kirche lehrt und warum.


Meine Vorschläge deshalb:


- Sofortige Abschaffung der Pfarrgemeinderäte. Dieses gutgemeinte, aber schlecht gelaufene Experiment in Folge des II. Vatikanischen Konzils ist gescheitert. Leiter einer Pfarrei ist der Priester. Es gibt genügend Möglichkeiten, ihn ehrenamtlich in seinem Tun zu unterstützen, ohne selbst Priester spielen zu wollen.


- Auflösung der Pfarrverbände und Rückkehr zu den Einzel-Pfarreien. Das Argument, es gäbe zu wenig Priester, ist falsch. Weltweit ist die Zahl der Priester am Steigen - und viele unserer Pfarrer kommen eh aus dem Ausland.


- Abschaffung der Kirchensteuer. Die Kirche wird sich nur reformieren, wenn die Kohle - und mit ihr die Berufskatholiken - weg sind und sie zu Reformen gezwungen wird.


- Radikale Reform des Theologiestudiums, der Ausbildung in geistlichen Berufen sowie der katechetischen Unterweisung vor Ort in den Pfarreien. Weg von anti-katholischen liberalen Vorstellungen und zurück zu dem, wofür die Katholische Kirche steht.


- Das alleinige Kriterium bei der Auswahl von künftigen Bischöfen sollte sein, ob sie ihr Hirtenamt bisher gemäß den Vorgaben der Katholischen Kirche gut ausgefüllt haben.


- Priester sollten auch in der "Alten Messe" ausgebildet werden und die Feier derselben sollte weiterhin ermutigt werden. Liturgische Missbräuche wie sie in fast jeder Pfarrei zu finden sind, sind sofort abzustellen.



Priester sind Menschen. Sie haben auch ihre Bedürfnisse. Es erfüllt mich mit tiefer Trauer zu sehen, wie manche von ihnen gemobbt, respektlos behandelt und fortwährend dafür angegriffen werden, dass sie den Katholischen Glauben verkünden (zumindest die wenigen, die das noch tun).

Hirten können ihre Herde nur auf den rechten Weg führen, wenn die Schafe ihnen folgen - das aber ist kaum noch der Fall. Die meisten Katholiken wissen eh alles besser und suchen sich aus, welche Gebote der Kirche sie wann befolgen. Priester sind nur mehr Angestellte. Einer unter vielen in großen Pfarreiverbänden. Sie sollen sich einem "Team" unterordnen und von diesem vorschreiben lassen, was sie zu tun und lassen haben. Die Eucharistie ist beinahe zu einer Belanglosigkeit verkommen - zumindest wird sie von vielen so behandelt. Die Beichte ist beinahe abgeschafft. Wer beichgten will, muss einen Termin mit dem Priester vereinbaren.


Ja, in Deutschland (!) geht die Zahl der Priester (und Ordensangehörigen) zurück. Leider. Allerdings haben wir nichts anderes verdient. Laien können keine Priester ersetzen und die Heilige Messe ist kein Theaterspiel, bei dem jede/r nach Belieben mitspielen kann.


Mittlerweile habe ich von einer Reihe von Priestern (und sogar Kardinälen!) etwas gehört, was ich noch nie zuvor von katholischen Geistlichen gehört habe: dass wir in der Endzeit leben.


Wenn dem so ist, werden die Dinge allerdings erst einmal sehr viel schlechter, bevor sie wieder besser werden.


Das Gute dabei: Wer "das Buch" zu Ende gelesen hat, weiß auch, wer am Schluss gewinnt: Jesus Christus und Sein Leib, die Kirche (wobei letztere nicht der Verwaltungsapparat ist, den wir kennen, sondern die Kirche des Herrn).


Entscheide dich jetzt, auf welcher Seite du stehst. Du hilfst niemandem, wenn du weiterhin auf dem Zaun sitzt.


München, 12.05.2018


Robert Gollwitzer


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