Robert Gollwitzer

Seelsorger. Berater. Aktivist. - Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

Blog

Verbot von Konversionstherapien?

Posted on March 5, 2019 at 12:20 AM

Lässt sich die AfD vor den Karren der Schwulenbewegung spannen?


Am 18.Februar 2019 erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Prof. Dr. Axel Gehrke:


„Unsere Fraktion lehnt jegliche Konversionstherapien entschieden ab! Homosexualität ist keine Krankheit! Eine Behandlung ist aus diesem Grunde weder notwendig noch sinnvoll. Folglich spricht nichts für den Einsatz solcher Therapien. Einem gesetzlichen Verbot von Konversionstherapien stehen wir offen gegenüber.“


Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass "bereits im Jahr 1992 die Diagnose „Homosexualität“ aus dem Krankheitskatalog der WHO gestrichen worden ist"

(https://www.afdbundestag.de/gehrke-ein-klares-nein-zu-allen-versuchen-homosexualitaet-zu-heilen-konversionstherapien)


Ich bin selbst AfD-Mitglied und gleichzeitig in einigen "Ex-Gay Einrichtungen" tätig (Homosexuals Anonymous, Jason International, Miserere Nobis) - und erstaunt darüber, wie leicht sich unsere Partei offenbar der Propaganda der Schwulenbewegung beugt, die doch unserer Position zu Ehe und Familie so eindeutig widerspricht.


- Die Streichung von Homosexualität vom Krankheitskatalog der WHO erfolgte keineswegs auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse (die gab es damals nicht und die gibt es bis heute nicht), sondern alleine (!) aufgrund des politischen Drucks der Schwulenbewegung, die ausgehend von den USA den Rest der demokratischen Welt erobern wollte.

- Bis heute ist nich endgültig geklärt, was eigentlich eine sexuelle Orientierung bestimmt. Man geht von einem Bündel verschiedenster Faktoren aus, die in sehr komplizierter Art und Weise zusammenwirken. Im Zuge der Epigenetik weiß man mittlerweile auch, dass u.a. die Umwelt und das eigene Verhalten einen Einfluss darauf haben, ob und inwiefern bestimmte Gene aktiviert oder deaktiviert werden - oder gar die DNA in Teilen geändert wird.

- Gleichzeitig ähneln sich die Lebensläufe vieler Männer und Frauen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen in einigen Punkten überdurchschnittlich oft (bei Männern etwa eine nicht eingetretene Bindung zum Vater im Kindesalter).

- Schließlich gehen sowohl neuere Forschungen als auch Behauptungen der Schwulenbewegung selbst von einer "Fluidität" der menschlichen Sexualität aus.


Wenn man all das berücksichtig und daran denkt, dass bei jedem Menschen unterschiedliche Faktoren bei der Entwicklung der eigenen Sexualität am Werke waren, ist es naiv und auch ganz einfach falsch anzunehmen, diese Faktoren könnten im Einzelnen nicht angegangen werden. Inwiefern sich das auf die Sexualität als Ganze auswirkt, kann heute kein ernstzunehmender Wissenschaftler mit Sicherheit sagen. Pauschal aber anzugeben, was nicht sein darf, kann auch nicht sein, ist keine Wissenschaft, das ist Propaganda der übelsten Art.


Gehen wir also davon aus, jemand verspüre neben gleichgeschlechtlichen auch heterosexuelle Neigungen und möchte letztere verstärkten. Wer sind wir, dass wir ihm/ihr das verbieten?


Ist es wirklich mit dem hippokratischen Eid zu vereinbaren, einem Menschen, der innere Probleme mit der eigenen Geschlechtsidentität hat, zu sagen, schneide etwas weg und schlucke Hormone ("Geschlechtsangleichung") - und gut isses? Ernsthaft? Wir behandeln innere Konflikte, indem wir gesunde Körper schädigen?


Ich habe viele Jahre in der schwulen Szene verbracht. 2004 (!) habe ich durch die Organisation Homosexuals Anonymous Freiheit davon gefunden - und seitdem nie wieder etwas mit einem Mann gehabt. Und es ging mir nich so gut wie heute.


Das Problem mit diesen Forderungen nach einem Verbot der "Konversionstherapie":


- Die Schwulenbewegung weiß selbst ganz genau, dass die gängigen "Ex-Gay Einrichtungen" eine solche Therapie gar nicht anbieten. Darum geht des ihnen auch gar nicht, denn:

- Mit einer solchen Forderung, der sich viele kaum entziehen können, wird der eigentliche Beweggrund versteckt und unterschwellig eingeführt und kann dann in weiteren Schritten realisiert werden: Das Verbot jeglicher seelsorgerischen oder beratenden Begleitung von Menschen mit ungewollten gleichgeschlechtlichen Neigungen. Die Kriminalisierung anderer Meinungen und letztlich die Verwirklichung des geschlechtslosen Gender-Menschens sowie die völlige Zerstörung der traditionellen heterosexuellen und monogamen Ehe und Familie. Diese sollen durch - nichts - ersetzt werden. Alles soll und darf gehen.


Dafür darf die AfD niemals stehen.


Beugt euch nicht dem Druck der Schwulenbewegung! Allein die traditionelle bürgerliche Familie bringt das Beste für alle Beteiligten - und nichts anderes als das Beste wollen wir.


Ich weiß angesichts meiner Vergangenheit, wovon ich rede. Außerdem durfte ich mittlerweile viele Menschen auf ihrem Weg begleiten. Etliche davon sind mittlerweile glücklich verheiratet und haben Kinder. Wer sind wir, dass wir ihnen das versagen?


Wir müssen zu den Werten unserer christlichen Vorväter und -mütter stehen!


Verteidigt unser Erbe und unser Land!


München, den 04.03.2019


Robert Gollwitzer

www.robert-gollwitzer.com

Der eigene Körper

Posted on December 29, 2018 at 10:30 AM

Gerade Männer mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben häufig ein gestörtes Verhältnis zum eigenen - männlichen - Körper.


Ein mögliches Szenario:


Der männliche Körper wird vor dem heranwachsenden Jungen verborgen. Er sieht den Vater nie nackt, duscht nicht mit seinen Brüdern, balgt nicht mit dem Papa oder mit Gleichaltrigen herum - kurz: der männliche Körper wird zu etwas Geheimnisvollen für ihn. Etwas, das andere haben, nicht aber er selbst. Seinen eigenen Körper und seine Geschlechtsteile sieht er vielleicht als etwas Fremdes an.


In der aufkommenden Pubertät wird dieser Junge dann von dem angezogen, was er als "anders" empfindet als er selbst: dem männlichen Körper. In seinem späteren "schwulen" Leben fühlt er sich dann möglicherweise als Frau oder als etwas zwischen allen Geschlechtern - oder er wählt das "Gegenteil" und trainiert sich Muskeln an, zieht Armee- oder Lederklamotten an, lässt sich einen Bart wachsen, schert die Haare kurz und himmelt Männer an, die einem derart verzerrten Comic-Abbild entsprechen. Dabei ist er im Grunde nur auf der ständigen Suche seiner eigenen Männlichkeit - wird sie aber außerhalb sich selbst bzw. im Versuchen, einen "Look" zu kopieren, nie finden.


Was tun?


Ganz einfach - ein gesundes Verhältnis zum eigenen Körper finden.


Ich stellte kürzlich ein Foto von mir mit nacktem Oberkörper online. Obwohl es nur kurz im Internet war, löste es unterschiedlichste Reaktionen aus - von Beifallskundgebungen über Angewidert-Sein bis hin zum "das gehört sich nicht".


All das zeugt nicht nur von einem verzerrten Verhältnis zum eigenen Körper, es zeugt auch von einem verzerrten Bild des menschlichen Körpers aus christlicher Sicht.


Obwohl in jedem Freibad mehr zu sehen ist als auf meinem Bild, wurde angeführt, es sei in Ordnung, im Freibad "ohne" herumzulaufen, nicht aber anderswo.


Das ist - mit allem Respekt - kompletter Unsinn. Es ist Unsinn aus psychologischer Sicht (ein Gehirn macht keinen Unterschied, wo es einen anziehenden Körper sieht. Dementsprechend sind Lustgefühle im Freibad ebenso vorhanden wie anderswo). Es ist aber auch Unsinn in spiritueller Hinsicht (was überall sonst eine Sünde ist, ist das auch im Freibad).


Das Schlimme daran: Ein derartiges Verhalten verstärkt oben genannte Entwicklung und Verzerrung der eigenen Geschlechtsidentität, die so oft ein wesentliches Merkmal bei der Herausbildung gleichgeschlechtlicher Neigungen ist.


Wer es vermeidet, sich im Fitness-Studio um Umkleideraum auszuziehen oder dort zu duschen, wer es vermeidet, sich in Badekleidung oder ähnlichem zu zeigen oder andere darin anzusehen, verstärkt durch dieses Vermeidungsverhalten den ursprünglichen Reiz und signalisiert dem Gehirn: du hast recht. Der männliche Körper ist etwas Geheimnisvolles. Ihn anzusehen oder zu zeigen ist außerdem "unanständig".


Wie viel hilfreicher wäre es, anfängliche Scheu und lustvolle Gedanken zu überwinden und damit sein Gehirn darin zu trainieren, dass der männliche (alternativ weibliche) Körper etwas völlig normales und natürliches ist! Genau das wird nämlich passieren, wenn es zum Alltag gehört, sich mit anderen umzuziehen und der sexuelle Reiz schließlich so gut wie verschwindet.


Warum?


Weil der eigene Körper und das eigene Geschlecht dann eben nicht mehr als etwas Fremdes und Geheimnisvolles betrachtet wird, das andere haben, man selbst aber nicht.


Gilt das ohne jede Einschränkung?


Eigentlich ja - aber nur eigentlich. Adam und Eva sind auch nackt herum gelaufen. Seitdem gab es allerdings den Sündenfall. Niemand wird behaupten können, dass er/sie andere nackte Körper noch nie ohne jeden Hintergedanken angesehen hat, also ist spätestens bei den primären Geschlechtsmerkmalen Schluss.


Alles andere aber kann, darf, soll und muss genossen werden!


Gender Ideology

Posted on March 24, 2016 at 5:35 PM

Gender Ideology Harms Children

 

March 21, 2016 – a temporary statement with references. A full statement will be published in summer 2016.

 

The American College of Pediatricians urges educators and legislators to reject all policies that condition children to accept as normal a life of chemical and surgical impersonation of the opposite sex. Facts – not ideology – determine reality.

 

1. Human sexuality is an objective biological binary trait: “XY” and “XX” are genetic markers of health – not genetic markers of a disorder. The norm for human design is to be conceived either male or female. Human sexuality is binary by design with the obvious purpose being the reproduction and flourishing of our species. This principle is self-evident. The exceedingly rare disorders of sex development (DSDs), including but not limited to testicular feminization and congenital adrenal hyperplasia, are all medically identifiable deviations from the sexual binary norm, and are rightly recognized as disorders of human design. Individuals with DSDs do not constitute a third sex.1

 

2. No one is born with a gender. Everyone is born with a biological sex. Gender (an awareness and sense of oneself as male or female) is a sociological and psychological concept; not an objective biological one. No one is born with an awareness of themselves as male or female; this awareness develops over time and, like all developmental processes, may be derailed by a child’s subjective perceptions, relationships, and adverse experiences from infancy forward. People who identify as “feeling like the opposite sex” or “somewhere in between” do not comprise a third sex. They remain biological men or biological women.2,3,4

 

3. A person’s belief that he or she is something they are not is, at best, a sign of confused thinking. When an otherwise healthy biological boy believes he is a girl, or an otherwise healthy biological girl believes she is a boy, an objective psychological problem exists that lies in the mind not the body, and it should be treated as such. These children suffer from gender dysphoria. Gender dysphoria (GD), formerly listed as Gender Identity Disorder (GID), is a recognized mental disorder in the most recent edition of the Diagnostic and Statistical Manual of the American Psychiatric Association (DSM-V).5 The psychodynamic and social learning theories of GD/GID have never been disproved.2,4,5

 

4. Puberty is not a disease and puberty-blocking hormones can be dangerous. Reversible or not, puberty- blocking hormones induce a state of disease – the absence of puberty – and inhibit growth and fertility in a previously biologically healthy child.6

 

5. According to the DSM-V, as many as 98% of gender confused boys and 88% of gender confused girls eventually accept their biological sex after naturally passing through puberty.5

 

6. Children who use puberty blockers to impersonate the opposite sex will require cross-sex hormones in late adolescence. Cross-sex hormones (testosterone and estrogen) are associated with dangerous health risks including but not limited to high blood pressure, blood clots, stroke and cancer.7,8,9,10

 

7. Rates of suicide are twenty times greater among adults who use cross-sex hormones and undergo sex reassignment surgery, even in Sweden which is among the most LGBQT – affirming countries.11 What compassionate and reasonable person would condemn young children to this fate knowing that after puberty as many as 88% of girls and 98% of boys will eventually accept reality and achieve a state of mental and physical health?

 

8. Conditioning children into believing a lifetime of chemical and surgical impersonation of the opposite sex is normal and healthful is child abuse. Endorsing gender discordance as normal via public education and legal policies will confuse children and parents, leading more children to present to “gender clinics” where they will be given puberty-blocking drugs. This, in turn, virtually ensures that they will “choose” a lifetime of carcinogenic and otherwise toxic cross-sex hormones, and likely consider unnecessary surgical mutilation of their healthy body parts as young adults.

 

Michelle A. Cretella, M.D.

President of the American College of Pediatricians

 

Quentin Van Meter, M.D.

Vice President of the American College of Pediatricians

Pediatric Endocrinologist

 

Paul McHugh, M.D.

University Distinguished Service Professor of Psychiatry at Johns Hopkins Medical School and the former psychiatrist in chief at Johns Hopkins Hospital

 

References:

 

1. Consortium on the Management of Disorders of Sex Development, “Clinical Guidelines for the Management of Disorders of Sex Development in Childhood.” Intersex Society of North America, March 25, 2006. Accessed 3/20/16 from http://www.dsdguidelines.org/files/clinical.pdf.

 

2. Zucker, Kenneth J. and Bradley Susan J. “Gender Identity and Psychosexual Disorders.” FOCUS: The Journal of Lifelong Learning in Psychiatry. Vol. III, No. 4, Fall 2005 (598-617).

 

3. Whitehead, Neil W. “Is Transsexuality biologically determined?” Triple Helix (UK), Autumn 2000, p6-8. accessed 3/20/16 from http://www.mygenes.co.nz/transsexuality.htm; see also Whitehead, Neil W. “Twin Studies of Transsexuals [Reveals Discordance]” accessed 3/20/16 from http://www.mygenes.co.nz/transs_stats.htm.

 

4. Jeffreys, Sheila. Gender Hurts: A Feminist Analysis of the Politics of Transgenderism. Routledge, New York, 2014 (pp.1-35).

 

5. American Psychiatric Association: Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, Fifth Edition, Arlington, VA, American Psychiatric Association, 2013 (451-459). See page 455 re: rates of persistence of gender dysphoria.

 

6. Hembree, WC, et al. Endocrine treatment of transsexual persons: an Endocrine Society clinical practice guideline. J Clin Endocrinol Metab. 2009;94:3132-3154.

 

7. Olson-Kennedy, J and Forcier, M. “Overview of the management of gender nonconformity in children and adolescents.” UpToDate November 4, 2015. Accessed 3.20.16 from www.uptodate.com.

 

8. Moore, E., Wisniewski, & Dobs, A. “Endocrine treatment of transsexual people: A review of treatment regimens, outcomes, and adverse effects.” The Journal of Endocrinology & Metabolism, 2003; 88(9), pp3467-3473.

 

9. FDA Drug Safety Communication issued for Testosterone products accessed 3.20.16: http://www.fda.gov/Drugs/DrugSafety/PostmarketDrugSafetyInformationforPatientsandProviders/ucm161874.htm.

 

10. World Health Organization Classification of Estrogen as a Class I Carcinogen: http://www.who.int/reproductivehealth/topics/ageing/cocs_hrt_statement.pdf.

 

11. Dhejne, C, et.al. “Long-Term Follow-Up of Transsexual Persons Undergoing Sex Reassignment Surgery: Cohort Study in Sweden.” PLoS ONE, 2011; 6(2). Affiliation: Department of Clinical Neuroscience, Division of Psychiatry, Karolinska Institutet, Stockholm, Sweden. Accessed 3.20.16 from http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0016885.

 

http://www.acpeds.org/the-college-speaks/position-statements/gender-ideology-harms-children?utm_source=email+marketing+Mailigen&utm_campaign=News+3.23.16&utm_medium=email