Robert Gollwitzer

Seelsorger. Berater. Aktivist. - Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

Blog

Arbeiten in kirchlichen Einrichtungen

Posted on January 6, 2017 at 8:15 AM

Die von uns, die - wie ich - in katholischen Einrichtungen arbeiten, sollten sich immer bewusst sein, dass wir in allem, was wir tun, ein Bild von der Kirche abgeben (dessen sollte sich eigentlich jeder Christ/jede Christin bewusst sein!). Sei es in unseren Worten und Taten oder im Umgang mit Geldern, die uns Menschen gegeben haben, um sie an Bedürftige weiterzugeben. Wie sollten eben nicht nur ein weiterer Großkonzern sein, der mehr an Selbsterhaltung als an einem mildtätigen Ziel interessiert ist. Wir sollten den extra Schritt tun, den andere nicht tun. Spendengelder sollten wirklich nur im Sinne des Spendengebers verwendet und nicht zum Fenster hinaus geworfen werden. Stellenbesetzungen sollten aufgrund der Qualifikation und des Glaubenszeugnisses (und nicht auf Basis von Vitamin B) erfolgen. Sollten wir nämlich hierbei versagen, würde es keinen Grund mehr für unsere Existenz geben und wir würden bald verschwinden - und das zu recht. Wenn die Kirche wie die Welt wird, wer braucht dann noch eine Kirche?

Mit dem Besen durch die Kirche...

Posted on December 17, 2016 at 6:35 AM

Manchmal habe ich das Gefühl, der Herrgott müsse mal mit einem Besen Seine Kirche - und alles was an ihr hängt - gründlich durchkehren...

Leitbilder

Posted on September 3, 2016 at 11:35 AM

Was nützt es, wenn kirchliche Organisationen schön klingende Slogans und Leitsätze haben, wenn diese nicht von jedem einzelnen Mitarbeiter täglich umgesetzt werden? Was hilft es, wenn diese Mitarbeiter gar nicht wissen, wie sie das tun sollen? Was bringen diese Leitsätze, wenn sowieso seit Jahren bei Neueinstellungen weie bei bestehendem Personal überhaupt nicht mehr darauf geachtet wird, ob sie überhaupt gemäß der Glaubens- und Sittenlehre der Kirche leben? Was ich nicht in mir habe, kann ich auch nicht nach außen leben - da hilft der schönste Leitsatz nichts. Das innerhalb dieser Organisationen ansprechen zu wollen, ist vergebliche Liebesmüh. Da hilft nur Druck von außen - von den Gläubigen wie der Gesellschaft.