Robert Gollwitzer

Seelsorger. Berater. Aktivist. - Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

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Arbeitshilfe zum Umgang mit Rechtspopulisten?

Posted on March 15, 2019 at 11:50 AM

Nun platzt mir aber langsam der Kragen. Die katholischen Bischöfe wollen von "Experten" eine "Arbeitshilfe zum Umgang mit rechtspopulistischen Tendenzen" erstellen lassen. Das Vorhaben an sich ist schon eine Frechheit - und das sage ich als gläubiger und praktizierender Katholik, der seit 28 Jahren für die Kirche arbeitet.

Eine jüngst erschienene Studie gibt die Zahl der von katholischen Geistlichen in den letzten Jahrzehnten missbrauchten Minderjährigen mit ca. 114.000 (!!!) an. Das Ganze hatte offenbar System und die Kirche als solche hatte und hat auf ganzer Linie versagt. Auch in anderen Bereichen haben unsere verantwortlichen Hirten die Kirche in Grund und Boden gewirtschaftet. Menschen treten seit vielen Jahren zu Abertausenden aus der Kirche aus. Vom katholischen Glauben ist nur mehr ein weichgespültes Etwas zurück geblieben, mit dem jeder leben kann und von dem niemand etwas hat. Kürzlich habe ich einen Artikel gelesen, in dem der Autor die Ansicht vetrat, der katholische Glaube sei in kirchlichen Organisationen nur mehr in homöopathischen Dosen vorhanden. Es fällt mir schwer, dem zu widersprechen.

In dieser Lage also erdreisten sich die Bischöfe, mit dem Finger auf die bösen Populisten zu zeigen. Wer aber mit dem Finger auf andere zeigt, der muss davon ausgehen, dass mindestens drei Finger auf einen selbst zurück zeigen! Hier ist es nicht anders.

Herr Marx selbst hat offenbar - wie so viele andere - nicht die geringste Ahnung, was "Populismus" bzw. "Rechtspopulismus" überhaupt bedeutet. Zur Info: Die illegale Grenzöffnung von Frau Merkel vor einigen Jahren war eine populistische Aktion. So fantasiert er, die Rechten müssten doch fremden- und flüchtlingsfeindlich sein. Mitnichten, Herr Kardinal. Sie sind sogar weitaus fremden- und flüchtlingsfreundlicher als vieles, was die Kirche zu bieten hat.

Wer den Syrern, Lybiern, Irakern usw. wirklich helfen will, tut das vor Ort. Nichts anderes sagt das Prinzip der Subsidiarität, dem die Kirche folgt. Diejenigen nämlich, die die Hilfe am meisten benötigen, können es sich nicht leisten, illegale Schlepper zu bezahlen. Sie lassen auch nicht ihre Familien zurück und laufen davon. Vor Ort muss die internationale Gemeinschaft militärisch und materiell helfen, damit die Menschen ihre Heimat wieder aufbauen können. Meine Familie stand nach dem 2. Weltkrieg auch vor dem nichts. Sie sind nicht davon gelaufen, sondern haben unter schweren Bedingungen und teilweise auch unter Gefahr für Leib und Leben ihre Heimat wieder aufgebaut.

Wer jedoch bestimmte Bevölkerungsgruppen sogar noch bei der Flucht unterstützt, muss sich fragen lassen, welchen Interessen er damit eigentlich dient.

Im schönsten Pseudo-Therapeuten- und Sozialpädagogen-Deutsch spricht Herr Marx weiter von der "Abwertung von als fremd wahrgenommenen Religionen" und sinniert über "Ängste vor anderen Kulturen". Nein, Herr Marx, hier werden nicht einfach nur andere Religionen "als fremd wahrgenommen". Hier geht es konkret um den Islam und die unglaubliche Naivität im Umgang mit diesem. Unsere Ahnen haben das christliche Abendland aufgebaut, ohne das auch Sie nicht Bischof wären und im Erzbischöflichen Palais residieren könnten. Ich schätze Moslems wie ich alle Menschen schätze - den Islam aber lehne ich aus ganzem Herzen ab (für mehr Infos siehe www.a-christian-view-on-islam.org). Wenn Sie hier gegensätzlicher Meinung sind, können Sie mir bestimmt ein Land mit mehrheitlich islamischer Bevölkerung nennen, das eine vergleichbare Demokratie und vergleichbare Menschenrechte wie der christliche Westen hat. Sparen Sie sich die Suche - dieses Land gibt es nicht.

Nur wer sein eigenes Volk liebt, kann auch andere Völker lieben. Wer keinen Pfifferling auf die Tradition und Kultur seiner Ahnen gibt, der preist eine diffuse "Vielfalt" - die doch nichts anderes ist als die totale Gleichgültigkeit der Zerstörung der eigenen Wurzeln und Identität sowie der Identität anderer Völker gegenüber. Wer Europa wirklich liebt, der trachtet nach einem "Europa der Vaterländer" und nicht nach einem totalitären Land wie die "Vereinigten Staaten von Europa".

Ja, wir haben in unseren Genen die Einflüsse verschiedener Völker. Daraus aber hat sich im Lauf der Jahrtausende eine ganz besondere Kultur und Eigenheit gebildet - wie dies auch bei anderen Völkern der Fall ist. Wer die Wertschätzung desselben als rassistisch bezeichnet, bedient sich einer Art von Propaganda, die ich schon als vergangen wähnte.

Somit habe ich nicht Angst vor anderen Religionen und Kulturen, sondern vor politisch korrekten Menschen, die ihren Willen als den einzig moralisch akzeptablen ansehen und anderen aufzwingen wollen - und damit drauf und dran sind, diese Gesellschaft in Grund und Boden zu richten, frei nach dem Zitat von Ignazio Silone: «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

Ich habe auch keine Angst vor einem "sozialen Abstieg in Zeiten der Globalisierung". Mich besorgt eher die Globalisierung als solche - weil sie naturgemäß das Ziel eines totalitären Systems à la "1984" von George Orwell verfolgt.

Abschließend noch ein weiterer Hinweis: die von Herrn Marx und Konsorten so verachteten "Rechtspopulisten" stehen in vielen Fragen (Ehe und Familie, Abtreibung etc.) der Katholischen Kirche weitaus näher als irgend eine andere Partei. Eine ganze Reihe von Parteien ist etwa für jeden Katholiken allein schon wegen ihrer Stellung zur Abtreibung unwählbar. Davon spricht aber keine von "Experten" erstellte "Arbeitshilfe".

Es ist nicht Aufgabe der katholischen Bischöfe, sich vor den politischen Karren einer gänzlich unkatholischen Bewegung spannen zu lassen.

Diesem Bestreben werde ich Widerstand leisten. Wenn die Hirten der Kirche versagen, müssen die Schafe aufstehen. Das Berufskatholikentum hat versagt. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere geliebte Kirche wieder auf den rechten Weg bringen!


München, den 15.03.2019


Robert Gollwitzer

www.robert-gollwitzer.com

Ausgehetzt?

Posted on July 17, 2018 at 3:10 PM

#ausgehetzt – Gemeinsam gegen die Politik der Angst! - eine weitere Aktion, die momentan hier in München läuft.

Das Schema ist immer dasselbe: CSU und AfD schüren "Hass und Ausgrenzung". Es wird erneut das Feindbild von "undemokratischen, menschenrechts-feindlichen und rechten Populisten" an die Wand gemalt.

 

Es folgt eine wirre Aufzählung verschiedener Punkte, die hier wohl angeklagt werden sollen: Kriminalisierung von Flüchtlingen, deren Internierung in Lagern, Abschiebung in Kriegsgebiete, Schüren von "Ängsten", Unterstützung von menschenfeindlichen Regimes mit Geld und Waffen, "kulturelle Scheindebatten" wie Söders Kreuz-Erlass oder Islam-Leitkulturdebatten, Gleichberechtigung unabhängig von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität ("rückwärtsgewandtes Weltbild").

 

Zu den Unterzeichnern gehören neben dem üblichen bunten Völkchen auch kirchliche Organisationen.

 

Die angeführte Propaganda ist genauso bekannt wie unehrenhaft. Anstatt dem politischen Gegner zuzugestehen, dass er rationale Gründe für seine Position hat, unterstellt man ihm eine Motivation, die sich auf "Hass", "Ausgrenzung", "Menschenrechts-Feindlichkeit" etc. gründet. Ob dies nun der Wahrheit entspricht, ist völlig belanglos. Hier zählt offenbar nur, etwas oft genug zu wiederholen, damit es die Öffentlichkeit glaubt. Eine Art von Propaganda, die mich an eine unselige deutsche Zeit erinnert.

 

Allein die verschiedenen Themengebiete, die hier zusammengepackt werden und eine gemeinsame Anklage bilden sollen, lassen Rückschlüsse auf das sonderbare Weltbild der Unterzeichner zu.

 

Dass sich jedoch selbst kirchliche Organisationen vor den Karren u.a. von schwulen Aktivisten spannen und für deren - zutiefst unkatholische - Ideologie missbrauchen lassen (hier geht es ja nicht alleine um eine "Gleichberechtigung unabhängig von sexueller Orientierung etc. - alle Menschen haben vor dem Gesetz dieselben Rechte - sondern eine Akzeptanz der schwulen Ideologie!), verärgert und entsetzt mich als gläubigen Katholiken. Die Lehre der Kirche zum Ausleben einer sexuellen Neigung sowie zur Geschlechtsidentität ist klar: Wir orientieren uns an dem, in dessen Ebenbild wir erschaffen wurden. Durch die gesamte Bibel zieht sich die heterosexuelle, monogame und lebenslange Ehe zwischen Mann und Frau. Jesus selbst hat dies ausdrücklich befürwortet. Daneben gibt es nichts - auch keine eigenständige Identität. Alle Menschen sind zu lieben und zu achten - was aber keineswegs bedeutet, dass wir ihren Lebensstil oder ihre Auffassungen befürworten müssen/dürfen.

 

Söders Kreuz-Erlass ist aus katholischer Sicht ausdrücklich zu begrüßen. Endlich einmal wieder jemand, der sich auf die christliche Grundlage unserer westlichen Demokratien, besonders unserer bayerischen Heimat besinnt (ich sage das ausdrücklich als jemand, der kein Anhänger Söders ist!).

Ja, wir sind christlich. Unser Glaube ist keine Privatsache. Das war er nie und wird er nie sein. Bayern ist ein Land, das auf dem christlichen Glauben gegründet ist und weiterhin sein soll. Wer auch immer hier lebt, hat dies zu akzeptieren. Nein, der Islam gehört nicht hierhier. Wir begegnen Moslems mit Liebe und Respekt, unsere Gesellschaft ist und bleibt aber christlich.

 

Was Flüchtlinge betrifft, so werden diese nur "kriminalisiert", wenn sie gegen ein Gesetz verstoßen haben. Dann aber aus gutem Grund.

 

Was meinen die eigentlich mit der Unterstützung menschenfeindlicher Regimes? Saudi-Arabien? Die Türkei? Die "Palästinenser"? Dann dürfen sie sich gerne an Frau Merkel und ihre Regierung wenden. Oder an alle anderen etablierten Parteien, die bisher alle Staaten mit unterstützt (oder sich zumindest nicht klar von ihnen abgegrenzt) haben, in denen Menschenrechte verletzt werden.

 

Ach ja, bevor ich es vergesse: "Hass und Ausgrenzung" schürt, wer andere politisch mit Schmutz bewirft, ihnen unmoralische Beweggründe unterstellt oder sie bewusst (mangels Argumente?) in eine radikale Ecke stellt, um selbst besser da zu stehen.

 

Das ist nicht nur schäbig, das ist zutiefst unchristlich.

Interview mit Holger Arppe von der AfD

Posted on March 21, 2018 at 1:10 PM

Hier ein Interview, das ich mit #HolgerArppe von der AfD geführt habe:


Robert Gollwitzer: Holger, du hast dich bereit erklärt für ein Interview. Dafür danke ich dir. Zunächst einmal: Wie geht es dir heute?


Holger Arppe: Mir geht es gut. Ich sitze hier in meinem Güstrower Wahlkreisbüro, wo inzwischen auch wieder interessierte Bürger eingucken, um mit mir über Dinge zu sprechen, die sie bewegen, wo sie sich von der Politik Verbesserungen erhoffen, oder die einfach mal angehört werden wollen.


RG: Wie sieht dein Alltag jetzt aus?


HA: Auch als derzeit fraktionsloser Landtagsabgeordneter bin ich selbstredend bemüht, den Anforderungen und Erwartungen an meine politische Tätigkeit gerecht zu werden. Die Plenarsitzungen machen ja nur einen vergleichsweise kleinen Teil der Arbeit aus. Aber ich suche immer den Kontakt zu den Bürgern, führe in meinem Wahlkreisbüro Veranstaltungen durch, arbeite mich in Themen ein, erstelle Kleine Anfragen usw.


RG: Du hast dich nach deiner Tätigkeit als Offsetdrucker vor Jahren für die Politik entschieden. Was hat dich seinerzeit dazu bewegt?


HA: Ich habe bis 2010 als Offsetdrucker gearbeitet und mich danach mit einer kleinen Galerie selbständig gemacht. Im selben Jahr war ich dann für einige Monate Mitglied der SPD, von der ich seinerzeit wohl ein völlig verqueres Bild hatte. Der Umgang mit Thilo Sarrazin nach dessen Buchveröffentlichung "Deutschland schafft sich ab" hat mich dann aber derart schockiert, so dass ich wieder ausgetreten bin. Ich engagierte mich dann bis 2014 in der evangelisch-lutherischen Innenstadtgemeinde. Nachdem ich im März 2013 jedoch in die AfD eingetreten war, fand ein Prozess der sukzessiven Entfremdung statt, welcher bis heute anhält und vor allem der weltanschaulich sehr einseitigen Ausrichtung des deutschen Protestantismus geschuldet ist. Freilich habe auch ich mich ohne Zweifel verändert. Ich war zur Wendezeit 1989/90 ja sehr weit links orientiert, verkehrte in der Rostocker Hausbesetzerszene und gründete mit Freunden einen sozialistischen Jugendverband, der dann später in den Falken aufging. Dann fand ich zum Glauben, ließ mich in die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage taufen und absolvierte von 1997 bis 1999 sogar eine Vollzeitmission in der Schweiz. Leider musste ich späterhin erkennen, dass die doch sehr strikten Sittlichkeitskodizes dieser Glaubensgemeinschaft mit meiner Homosexualität auf Dauer nicht kompatibel sein würden und wandte mich daher ab.


RG: Hast du irgendwelche Vorbilder?


HA: Ich mag Menschen, die selbst dann nicht aufgegeben haben, als alles verloren schien, die sich selbst aus schwierigsten Situationen wieder herauszuarbeiten vermochten.


RG: Was hat den Ausschlag dazu gegeben, dass du in die AfD eingetreten bist?


HA: Wenn sich ein gewisses Maß an Unzufriedenheit aufgestaut hat, in diesem Fall mit der politischen Entwicklung in Deutschland und Europa, kann man sich entweder in Verbitterung und Zynismus ergehen oder aber versuchen, auf eine Veränderung der Verhältnisse hinzuwirken. Mein Eintritt in die AfD entsprach der letzteren Variante. Ich hatte freilich keine Ahnung, was fürderhin auf mich zukommen würde.


RG: Die AfD grenzt sich ja immer noch gegen Identitäre und Pegida ab, wenngleich zweifellos viele Mitglieder der AfD Sympathien für diese Organisationen hegen. Hältst du diese Ablehnung noch für zeitgemäß?


HA: Ich habe aus meiner Sympathie für die Identitäre Bewegung nie einen Hehl gemacht. Was an diesem Verein so schlimm sein soll, hat sich mir bis heute nicht erschlossen. Das sind Leute, die auf intelligente und freche Weise völlig friedlich gegen die Politik der Regierung protestieren. Was soll daran falsch sein? Die ganze Debatte ist abgrundtief verlogen. Einerseits wird die gewaltbereite linksextreme Szene vom Staat über alle möglichen Fördertöpfe querfinanziert und andererseits wird die absolut harmlose IB vom Verfassungsschutz beobachtet. Das ist schizophren, hat aber durchaus Kalkül.


RG: Du bist ja für manche mittlerweile zu einer "persona non grata", zu einer unerwünschten Person geworden. Die Liste der Vorwürfe, die man dir zur Last legt, ist lang: Rassismus, Sexismus, Gewaltverherrlichung, Menschenverachtung, Aufruf zur Gewaltanwendung, pädophile und kannibalistische Phantasien. Wie stehst du heute dazu?


HA: Das ist alles völliger Unsinn. Wer mit einer inhaltlichen Auseinandersetzung in Bezug auf meine politischen Positionen intellektuell überfordert ist, der greift zu solchen Kampfbegriffen, weil in der heutigen Gesellschaft jede Debatte beendet ist, sobald die gegnerische Seite mit derlei Zuschreibungen in eins gesetzt wird. Und da ich trotz aller Beschimpfungen und Diffamierungen nicht klein beigegeben habe, wurden die Unterstellungen immer drastischer. In früheren Zeiten, wir denken mal an die Kießling-Affäre 1984, hätte es wohl ausgereicht, jemand als Homosexuellen zu denunzieren, um dessen politische Karriere zu beenden. Das geht heuer glücklicherweise nicht mehr. Also fährt man schärfere Geschütze auf. Ich erinnere mich an eine Fernsehdokumentation über die perfiden Praktiken der DDR-Staatssicherheit, in der es um einen ehemaligen Bürgerrechtler ging, einen evangelischen Pfarrer. Die Stasi brachte in seiner Gemeinde gefälschte Fotos in Umlauf, die ziemlich eindeutig auf pädophile Neigungen hinzudeuten schienen. Das hieß in der Fachsprache jener Zeit "Zersetzung". Der Mann hatte Glück. Niemand glaubte dieser Kampagne. In meinem Fall versuchen linke Kräfte ganz eindeutig, homophobe Ressentiments anzusprechen, die in der Bevölkerung noch immer tief verankert sind, also der Schwule als potentieller Kinderschänder. Das ist schon bizarr. Wahrscheinlich glaubt man, damit auch meinen Rückhalt in der Partei selbst zerstören zu können, denn in der linken Gedankenwelt sind konservative Bewegungen ja grundsätzlich schwulenfeindlich. Aber das stimmt nicht! Die AfD ist keineswegs homophob und ich selbst musste eigentlich auch nie derlei Erfahrungen innerhalb unserer Partei machen. Im Gegenteil! Es engagieren sich sogar sehr viele Schwule und Lesben in der AfD. Das ist unseren Gegnern selbstredend ein Dorn im Auge, alldieweil es den linken Alleinvertretungsanspruch für Homosexuelle konterkariert.


RG: Tut dir irgendetwas leid? Würdest du heute etwas anders machen?


HA: Vom ersten Tage meines Engagements in der AfD an wurde ich von unseren politischen Gegnern in Politik und Medien mit Hass überschüttet. Nach meinem Auftritt bei einer großen AfD-Demonstration in Rostock im Oktober 2015 verlor ich auf Betreiben des Betriebsrates meinen Job bei Arvato Bertelsmann, wo ich in einem Callcenter arbeiten musste, da meine Galerie aufgrund der linken Hetze nicht mehr so gut lief. Im März 2016 verübte die sogenannte Antifa mit Teerbomben und Farbsprengsätzen einen Anschlag auf unser Wohnhaus. Die Täter wurden nie ermittelt, obwohl die Polizei Fingerabdrücke gefunden hatte. Mein Fehler an der Stelle war sicherlich, dass ich auf all das nicht immer mit der für einen Politiker nötigen Gelassenheit reagiert habe, was naturgemäß in derartigen Situationen schwerfällt. Heute rufe ich mir immer ein Zitat des früheren US-Präsidenten Richard Nixon ins Gedächtnis: "Denke immer daran, andere mögen dich hassen, aber jene die dich hassen werden nicht gewinnen, solange du sie nicht hasst - denn dann zerstörst du dich selbst."


RG: Man konnte ja noch vor einigen Monaten lesen, du wolltest aus der AfD austreten. Nun bist du aber doch bewusst Parteimitglied geblieben. Warum?


HA: Jene Tage Ende August / Anfang September 2017 waren eine absolute Ausnahmesituation für mich, für meine Familie und für meine Freunde. Es war damals schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Zudem bin ich von einigen Leuten falsch beraten und unter Druck gesetzt worden. Da war viel Niedertracht. Ich bekam allerdings auch sehr viele Anrufe von treuen Parteifreunden, die mich eindringlich aufforderten, mein Landtagsmandat weiter auszuüben und auf gar keinen Fall die AfD zu verlassen. Warum hätte ich das auch tun sollen? Ich habe mir nichts vorzuwerfen.


RG: Wie siehst du deine Rolle in der Politik heute? Wo möchtest du dich besonders engagieren?


HA: Die Gesellschaft ist im Umbruch. Durch die Digitalisierung, die sogenannte Industrielle Revolution 4.0, wird sich das Leben in Deutschland und Europa allenthalben grundlegend verändern. Trotz der damit verbundenen Herausforderungen hält die etablierte Politik in wirtschafts- wie sozialpolitischer Hinsicht an Konzepten fest, die aus der Zeit Bismarcks, also aus dem 19. Jahrhundert stammen. Wie soll das funktionieren, wenn es dereinst die klassische Arbeit gar nicht mehr geben wird? Mich treibt an dieser Stelle die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens seit einiger Zeit um. In diese Richtung sollten wir denken, auch als AfD, denn mit Nationalromantik und Zuwanderungskritik allein ist es nicht getan. Zugegebenermaßen wird eine visionäre Politik hinsichtlich der sich aus der Digitalisierung ergebenen Veränderungen nichts bringen, wenn wir nicht auch zeitgleich die Massenmigration und den wachsenden Einfluss des Islam in den Griff bekommen.


RG: Welche Ziele hast du für die nächsten Jahre?


HA: Ich werde mich als Landtagsabgeordneter vorderhand weiterhin um die Anliegen der Bürger kümmern, mich weiterhin in wesentliche Zukunftsthemen einarbeiten (siehe oben) und mir über entsprechende Konzepte meine Gedanken machen, für diese dann auch innerhalb und außerhalb der AfD werben. Ferner haben wir im kommenden Jahr Kommunalwahl in Mecklenburg-Vorpommern. Das wird in jedem Fall eine große Herausforderung, denn nachdem wir die Landtage und den Bundestag erobert haben, müssen wir künftig auch in den Kommunalparlamenten zu einer wirkmächtigen Kraft werden.


RG: War die Tatsache, dass du mit deinem Lebenspartner zusammenlebst bzw. gleichgeschlechtliche Neigungen hast, bisher hinderlich für deine berufliche Karriere oder für dein Privatleben? Wurdest du deswegen beleidigt?


HA: Nein, nie. Ich habe in meinem ganzen Leben keine einzige homophobe Erfahrung gemacht.


RG: Auch ich habe gleichgeschlechtliche Empfindungen, habe mich aber vor Jahren dazu entschieden, einen anderen Weg zu gehen und das langjährige Szene-Leben hinter mir zu lassen (Stichwort: "Ex-Gay") - ohne mich deshalb für etwas Besseres zu halten. Kannst du so eine Sichtweise akzeptieren?


HA: Selbstverständlich kann ich das akzeptieren. Mein Lebenspartner und ich verkehren schon seit Jahren nicht mehr in der schwulen Szene. Dieses Milieu wird ja von linken Kräften beherrscht, ich nenne sie Berufshomosexuelle, die den Kampf gegen die sogenannte Homophobie sozusagen als Geschäftsmodell betreiben. Deswegen wird es diese Homophobie auch immer geben, egal wie tolerant die Mehrheitsgesellschaft tatsächlich ist, denn wäre das eines Tages wirklich überwunden, würde diesen Leuten die Lebensgrundlage entzogen, vor allem aber sehr viel Geld. Das ist wie beim "Kampf gegen rechts". Wir haben es da ja allenthalben mit Eiferern zu tun, die den ganzen Tag von anderen Toleranz einfordern, selbst aber intolerant sind bis dorthinaus.


RG: Welche Rolle spielt der christliche Glaube in deinem Leben?


HA: Ich war viele Jahre ein eifriger Kirchgänger. Das habe ich mir abgewöhnt. Aber ich lese in der Bibel, bete täglich und hoffe, dass es mir künftig besser als bisher gelingen wird, die Grundsätze unseres christlichen Glaubens auch wirklich zu leben.


RG: Was machst du, wenn du nicht politisch unterwegs bist? Hast du irgendwelche Hobbys?


HA: Privat lese ich sehr viel. Derzeit besteht meine Lektüre aus der Biographie von Sebastian Kurz und dem neuen Buch von Helmut Lethen "Die Staatsräte". Außerdem schreibe ich sehr gerne. Im März letzten Jahres ist bei einem Rostocker Verlag mein erstes Buch erschienen, der Kriminalroman "Die Gründung - Affären um eine Partei", in dem ich all das, worüber wir hier sprechen, literarisch verarbeitet habe. Hin und wieder dachte ich auch schon, dass der Plot meines Erstlingswerkes gewisse Kräfte zusätzlich gereizt haben könnte, jene perfide Rufmordkampagne gegen mich zu inszenieren. Und ich verbringe auch viel Zeit mit guten Freunden, die mich teilweise seit Jahrzehnten kennen und wissen, dass diese ganze mediale Hetze gegen meine Person jeder Grundlage entbehrt.


RG: Wo holst du dir Kraft, Energie und Orientierung für deine Arbeit?


HA: Ich lese sehr viel und zwar zu allen möglichen Themen. Ein tägliches Ritual ist die Lektüre der Neuen Zürcher Zeitung. Das ist wirklich ein Genuss und ein sehr prägender noch dazu. Außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass Gott für jeden Menschen eine Aufgabe bereithält, gemäß dem Bonmot Goethes "Gott gibt uns die Nüsse, aber knacken müssen wir sie allein".


RG: Holger, ich danke dir für dieses Interview.


(Copyright: Robert Gollwitzer www.robert-gollwitzer.com)

CSU vs. AfD

Posted on January 14, 2018 at 6:40 AM

Die CSU wird sich schwer mit dem "Abwehren" der AfD tun. Wer schon immer teil des Problems war, kann nicht verantwortlich für die Lösung sein! Die CSU hatt immer schon eine große Klappe - und das war wohl auch ihr Job in der Koalition mit der CDU. So konnte man die rechten Wähler binden. Allerdings hatten diese großen Worte nie Konsequenzen. Sie waren ein reiner Show-Effekt. Gemacht wurde, was die CDU sagte . und das war alles andere als entschlossene Politik für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes.

Abgesehen davon kann ein negatives Ziel ("Abwehr") nie zu positiven Ergebnissen führen ("Abwehr" dient alleine dem eigenen Machterhalt - GEGEN eine andere Partei. Die AfD jedoch kämpft FÜR positive Werte!).

Wenn der Faschismus wiederkommt...

Posted on November 4, 2017 at 8:45 AM

Di AfD hat heute in München vor dem Gewerkschaftshaus gegen eine Veranstaltung der Antifa dort demonstriert. Die Antifa wird inzwischen international von vielen als terroristische Gruppierung mit extremen Methoden und Zielen eingestuft. Ja, genau die Antifa die kürzlich halb Hamburg in Schutt und Asche legte.

Uns gegenüber standen die üblichen Gegendemonstranten, deren intellektuelles Niveau und Demokratie-Verständnis sich größtenteils auf das Niederbrüllen des "Gegners" und das monotone Triller-Pfeifen beschränkte.

Weiterhin wurden die AfD-ler permanent auch einzeln fotografiert. All dies sind höchst undemokratische Methoden, die mich an totalitäre Regimes wie in der DDR oder auch - konsequent weitergedacht - an den Nationalsozialismus erinnern.

«Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

Ignazio Silone


Nur ewig Gestrige?

Posted on May 31, 2017 at 12:25 AM

"In der AfD sind viele Ewig-Gestrige!" - Tatsächlich? Auf welche Fakten bezieht man sich da? Ich selbst bin in der AfD (wenn auch nicht sonderlich aktiv...) und war kürzlich bei einem Landesparteitag dabei. Dort habe ich keinen einzigen dieser Spezies getroffen - wohl aber einige hoch intelligente und ausgezeichnete Redebeiträge hören dürfen!

Nazis und Anti-Semiten gibt es überall. Mir machen aber nicht die "Ewig-Gestrigen" Sorge, sondern die Art von Anti-Semitismus, die sich bei den "etablierten" Parteien manchmal hinter einem Anti-Zionismus und einer Anti-Israel-Haltung versteckt - und doch nichts anderes als blanker Judenhass ist. Da höre ich allerdings wenig Einwände...

Zentralrat der Juden vs. AfD

Posted on April 24, 2017 at 5:50 AM

Der Zentralrat der Juden hat wieder einmal gegen die AfD Stellung genommen.

 

Da redet Zentralratspräsident Josef Schuster laut der "Welt" wieder von "Rechtspopulisten" - ein Ausdruck, den viele gern in den Mund nehmen und keiner eigentlich so genau weiß, was er bedeutet. Abgesehen davon ist jede politische Partei - und manche Organisation - per se "populistisch". Er redet von "chauvinistisch-nationalistischem Denken", das wieder "salonfähig" gemacht werden soll. Ein paar Fremdwörter geben der eigenen Meinung gleich etwas mehr Gewicht, oder? Wenn Sie damit meinen, dass wir (ja, ich gehöre auch dieser unsäglichen Partei an!) unser Vaterland lieben, dann kann ich Ihnen nur von Herzem zustimmen! Wir Deutschen haben uns lange genug unserer Nationalität geschämt. Wenn ich mir die - berechtigte! - Liebe zum Staat Israel ansehe, die dort täglich zur Schau gestellt wird, kann das doch gar nicht so schlecht sein.

 

Gegen nationale und religiöse Minderheiten würden wir "ohne Skrupel und Verantwortungsbewußtstein" Stimmung machen. Hier wird uns von vorneherein eine unlautere Absicht unterstellt - was ich als verwerflich (da völlig unbegründet) und schlichtweg unverschämt ansehe. Weil wir nicht in den verantwortungslosen politisch korrekten Chorus einstimmen, man solle doch alle Türen weit aufmachen für Flüchtlinge? Damit ist weder Deutschland und schon gar nicht den Flüchtlingen geholfen. Wirklich wirksame Hilfe kann nur vor Ort geleistet werden. Weil wir uns gegen die Islamisierung Deutschlands aussprechen? Das ist eine mehr als berechtigte Sorge. Erneut darf ich auf Israel verweisen: man kann hier wohl schwerlich von einer friedlichen Koexistenz von Islam und Judentum sprechen. Ach ja, manch einer mag nun das ewige Mantra von "nicht alle Moslems sind Terroristen" anführen. Sind sie nicht - und das haben wir auch nie gesagt. Das Problem ist aber nicht nur der radikale Teil des Islams (weltweit immerhin einige Millionen!), sondern scheint mit dem Islam an sich zu tun zu haben. Natürlich haben wir zu recht die Religionsfreiheit und mir liegt es fern, hier irgendjemand aufgrund seiner Religion zu beleidigen. Wo aber ist das mehrheitlich muslimische Land, das nur annähernd Menschenrechte wie in einer westlichen - christlich geprägten - Demokratie hat? Ich kenne keines.

 

Ich liebe Moslems - erlaube mir aber gerade deshalb Kritik am Islam. Dies ist auch nicht rassistisch, da eine Religionszugehörigkeit keine Rasse begründet.

 

Wir würden uns nicht "vom rechten Rand" abgrenzen und auch antisemitischen Tendenzen unserer Mitglieder nicht klar entgegentreten. In welchem Teil unseres Programms haben wir irgendetwas Antisemitisches? Ich kenne keinen. Wenn Sie damit private Äußerungen einiger Mitglieder meinen - leider gibt es solche Menschen. Es gibt sie in jeder Partei und überall. Glauben Sie mir, uns ärgert das noch viel mehr als Otto Normalverbraucher - und viele von uns haben hierzu Stellung bezogen. Was mich aber noch viel mehr ärgert, ist der politisch korrekte, linksliberale Antisemitismus, der sich hinter einem Anti-Zionismus und hinter einer Unterstützung palästinensischer Terroristen verbirgt. Hierzu sich klar zu äußern und eine Stellungnahme der jeweiligen Parteien zu verlangen, wäre wohll angebrachter als einzelne Idioten zu verfolgen und deren dummes Geschwätz anderen anzulasten.

Wissen Sie, mit der Freiheit ist es so eine Sache - die endet genau dort, wo die Freiheit des anderen beginnt.

 

So, Sie hoffen darauf, dass vielen Anhängern der AfD die Augen geöffnet worden seien und „sie sich von den Rechtspopulisten wieder abwenden“. Die jüdische Gemeinschaft würde auf die übrigen politischen Parteien setzen. Sie raten der Zivilgesellschaft, sich uns entgegenzustellen. Das ist arrogant, besserwisserisch und zutiefst undemokratisch. Meinen Sie wirklich, die jüdische Gemeinschaft - und die Deutschen allgemein - hätten Ihren Rat nötig oder würden darauf auch nur im geringsten Wert legen? Freie, erwachsene und mündige Bürgerinnen und Bürger sind durchaus in der Lage, selbst zu entscheiden. Sich mit Ihrer privaten Meinung hinter Ihrer Religion und Ihrem Posten darin zu verstecken, ist unehrenhaft und spricht eigentlich für sich. Wenn Sie sich die Liste der Programmpunkte anderer Parteien ansehen, werden Sie bestimmt Aussagen finden, die dem jüdischen Glauben widersprechen. Offenbar haben Sie aber trotzdem kein Problem damit, Werbung für sie zu machen.

 

Den Vorwurf, wir würden verantwortungslos handeln, möchte ich Ihnen hiermit gerne zurück geben. Ihre Position gebietet etwas mehr als das, was Sie hier laut der "Welt" von sich gegeben haben.

 

Ach ja, falls Sie mich auch für einen Anti-Semiten halten: Ich muss mich nicht vor Ihnen rechtfertigen. Ich tue dies aber für die Leser. Ich bin seit vielen Jahren dem Staat Israel und dem jüdischen Volk mit Wort und Tat in vielfältiger Weise verbunden. Ich habe mit Israelis gelebt, spreche etwas Hebräisch und habe einige jüdische Freunde (aus Deutschland und Israel). Ich bin dem Anti-Semitismus immer entschieden entgegengetreten und werde dies auch weiter tun. Sie dürfen davon ausgehen, dass ich dies auch und vor allem in unserer Partei tun werde, da mir etwas an ihr liegt. Übrigens sind einige der europäischen Politiker, die immer als "rechtspopulistisch" beschimpft werden, sehr Israel-freundlich (etwa Geert Wilders).

 

Ich weiß, dass Sie nicht die Meinung aller hier in Deutschland lebenden Juden wiedergeben. Das erfüllt mich mit Freude und Hoffnung. Ich habe das jüdische Volk und den Staat Israel immer geliebt und daran wird sich auch nichts ändern. Das heißt aber keineswegs, dass ich einzelne Jüdinnen und Juden nicht kritisieren darf und werde. Das wäre im übrigen auch eine Form des Anti-Semitismus.

 

Robert Gollwitzer

www.robert-gollwitzer.com

Die AfD und die Katholische Kirche

Posted on March 9, 2017 at 5:20 PM

Die deutschen Bischöfe haben vor einiger Zeit einseitig und ohne äußeren Druck das kirchliche Arbeitsrecht dahingehend geändert, dass jemand, der in Scheidung oder in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt oder sonst wie grob gegen die katholische Moral- und Sittenlehre verstößt, nicht mehr automatisch gekündigt wird (ich frage mich, wie dieser Mensch dann glaubhaft nach außen für die Kirche eintreten kann!). Dementsprechend findet man in der Kirche selbst wie in kirchlichen Organisationen einiges an Lebensformen, die dem katholischen Glauben widersprechen, ja spotten. Selbst auf die Mitgliedschaft in der Katholischen Kirche wird nicht mehr so sehr Wert gelegt wie früher. So finden sich bei uns viele nicht-katholische Christinnen und Christen, Atheisten, Moslems etc. Der Anteil muslimischer Pflegekräfte in kirchlichen Altenheimen scheint zu steigen. Gleichzeitig wirbt man eben diese Pflegekräfte aus den Heimatländern ab - wo sie dann fehlen. Innerkirchliche Seelsorge scheint sich auf ein Wohlfühl-Christentum zu beschränken. Eine Katechese - also eine Glaubensvermittlung - findet nicht mehr statt. Wir sind Großkonzerne geworden. Die arme Kirche existiert nur mehr auf dem Papier. Die Bistümer sind teils Multi-Milliarden Unternehmen und kirchliche Wohlfahrtsverbände - auch angesichts des Flüchtlingsstroms - am wachsen.

Diese Reihe lässt sich noch lange fortsetzen (zur Anmerkung: ich bin gläubiger Katholik und liebe meine Kirche und meinen Glauben - deshalb will ich beides nicht denen überlassen, die offenbar momentan das Sagen haben!).

Jetzt meint die Bischofskonferenz, eine AfD-Mitgliedschaft sei nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar (im Übrigen ein grober Verstoß gegen das Grundgesetz bzw. das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, nach dem niemand wegen seiner politischen Überzeugung benachteiligt oder diskriminiert werden darf). Da schießt mir angesichts all dessen die Zornesröte ins Gesicht (ich bin seit 25 Jahren in der Katholischen Kirche angestellt!!). Gleichzeitig ist es offenbar kein Problem, in einer der "großen" Parteien aktiv zu sein, die offen für Abtreibung, gleichgeschlechtliche Lebensweisen und so einiges mehr eintritt, was ein Christ nie und nimmer für gut heißen kann.

Es ist höchste Zeit, dass jeder gläubige Katholik und jede Katholikin jetzt aufsteht und für unseren Glauben und unsere Kirche eintritt!

Fluechtlingspolitik

Posted on September 13, 2016 at 4:25 PM

Ich halte die derzeitige deutsche Flüchtlingspolitik für naiv, verantwortungslos und brandgefährlich. Wer wirklich etwas für die Menschen tun will, die momentan ihre Heimatländer verlassen und zu uns kommen, muss dazu beitragen, das Problem in den Ursprungsländern zu lösen. Egal wie viele Flüchtlinge wir aufnehmen, an der Ursache für ihre Flucht ändert das nicht das Geringste. Das verfestigt in den Heimatländern nur den Status Quo - und führt bei uns zu untragbaren und hoch explosiven Zuständen. Wer jeden, der von der politisch korrekten Sichtweise zum Thema Flüchtlinge abweicht, als fremdenfeindlich abstempelt, macht es sich sehr leicht. Ich stehe zu meiner Position und zu meiner Mitgliedschaft bei der AfD. Gleichzeitig habe ich viele Stunden ehrenamtlicher Praxiserfahrung mit Flüchtlingen, verschiedenste Seminare zu dem Thema auf eigene Kosten besucht und auch diverse Fremdsprachen gelernt. Ich sage dies nicht, mich meiner guten Taten zu rühmen oder mich zu rechtfertigen. Ich weiß, wer ich bin und habe wohl täglich mehr Kontakt zu Flüchtlingen als die meisten. Als Christ begegne ich jedem Menschen mit Liebe und Respekt - und fordere das Gleiche auch für mich ein. Wer etwas für die Flüchtlinge tun will, muss tun, was ihnen wirklich hilft, damit sie sich erst gar nicht auf die Flucht machen müssen. Wer kritiklos einfach nur Türen und Portmonnaies (anderer) öffnet, mag zwar sein eigenes Gewissen beruhigen und schön vor anderen da stehen, muss aber auch die Verantwortung für die Konsequenzen dieses irrationalen Handelns übernehmen.

Politische Korrektheit

Posted on September 3, 2016 at 3:45 PM

An all die, die es politisch korrekt finden, gegen die AfD zu sein: Ich habe kein Problem damit, öffentlich zu sagen, dass die AfD in vielen Punkten eine der wenigen vernünftigen und verantwortungsvollen Parteien in Deutschland ist. Vieles andere ist verantwortungslos bis gemeingefährlich. Ich bin nicht bereit, die Rechnung für die Dummheit und Naivität anderer zu zahlen.