Robert Gollwitzer

Seelsorger. Berater. Aktivist. - Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

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Münchner Manifest

Posted on July 16, 2018 at 2:50 PM

Zur Zeit macht ein "Münchner Manifest für europaweite Solidarität und ungeteilte Menschenrechte" die Runde. Der Titel allein ist so viel- und doch nichtssagend, dass ihn irgendwie jeder - oder niemand - unterschreiben könnte.

Im "Manifest" äußern sich u.a. mehrere soziale Organisationen bzw. Wohlfahrtsverbände.

 

Erwartungsgemäß wird gegen das Gespenst des "Rechtspopulismus" gewettert. Allein dieses Wort wird mittlerweile oft und gerne verwendet, ohne sich der eigentlichen Bedeutung bewusst zu sein bzw. ohne jemals tatsächlich überprüft zu haben, ob es auf die zutrifft, die man damit bezeichnen will (tut es nicht. Im Gegensatz zu vielen politisch korrekten Linksliberalen können ebendiese "Rechten" ihre Positionen rational und vor allem mit Fakten untermauern).

 

Weiter im Text: in billigster Stimmungsmache wird darüber gejammert, dass Europa im "Rechtspopulismus und Nationalismus zu erstarren" drohe. Das Wiedererwachen eines gesunden Patriotismus und einer gesunden Heimatliebe mag zwar denen sauer aufstoßen, die immer noch den Konzepten einer jahrzehntelang eingetrichterten Propaganda nachhängen, gemäß der alles Deutsche und vor allem der Patriotismus schlecht sei - dennoch ist dieses Wiedererwachen das genau Gegenteil eines "Erstarrens". Die Menschen wachen eben aus dieser viel zu lange andauernden Erstarrung auf. Schlagworte wie "Nationalismus" oder gar der vielzitierte (nach dem einfachen Propaganda-Trick: wenn ich etwas oft genug wiederhole, glauben es die Menschen auch, selbst wenn es noch so falsch ist) "Rechtspopulismus" haben ihre abschreckende Wirkung verloren.

 

Im Folgenden wird ein weiteres gern benutztes Wort zitiert: der Humanismus - hier sogar in Verbindung mit dem Wort "Glaubensbekenntnis". Den Begriff "Humanismus" sollte man am besten gar nicht verwenden - und schon gar nicht in einem derart kurzen "Manifest" - da es hierzu mittlerweile unzählige Definitionen gibt. Kurz: jeder versteht etwas anderes darunter. Es geht wohl auch gar nicht um den Begriff "Humanismus" an sich, sondern darum, dass er irgendwie gut klingt. Propaganda eben.

 

Interessant, dass dieser Begriff selbst und gerade von den christlichen Organisationen, die das Manifest unterstützen, mit vertreten wird. Wen interessiert es da schon, dass sich Humanismus und Christentum eigentlich widersprechen. Klingt doch das Wort ein wenig nach "Menschlichkeit" und hat somit einen psychologischen Wert...

 

Wie zu erwarten, wird bereits im nächsten Absatz die "Nazi-Diktatur" in Erinnerung gerufen. Man bekommt den eindruck, das hier selbst das billigste Propaganda-Mittel und der einfachste psychologische Trick gerade gut genug sind, um den Zweck des "Manifests" zu erfüllen (hierzu später).

Das Gegenteil dieser "Nazi-Diktatur" sei das Paradies eines Europas mit offenen Grenzen und Freizügigkeit, dass uns doch so viel Frieden gebracht hat. Dass wir die offenen Grenzen vor allem seit Merkels rechtswidriger Entscheidung haben, diese zu öffnen, und dass seitdem keineswegs Friede herrscht, sondern Kriminalität, Diebstahl, Vergewaltigungen und Morde, bleibt hier natürlich unerwähnt.

 

Dann wird das teuflische Bild derjenigen gezeichnet, die "nationale gegen europäische Lösungen stellen". Deren Weltbild sei "nicht sozial, human oder christlich". Hier sollte man eine Begriffsklärung durchführen: Die bösen Rechten sind keineswegs gegen Europa (das wissen die Unterzeichner auch). Sie sind für ein Europa der Vaterländer (im Gegensatz zu den "United States of Europe" in denen jede über Jahrtausende gewachsene Identität und Kultur in nichts aufgelöst wird). Nur wer das Eigene liebt, kann das Fremde schätzen. Das Prinzip des oft zitierten "Multikulti" hat noch nie irgendwo auf der Welt funktioniert (siehe etwa die USA). Selbst in Deutschland lassen sich selbst Jahrzehnte nach der Einwanderung noch Parallel-Gesellschaften erkennen - also Migranten, die sich überhaupt nicht eingliedern wollen.

 

Zurück zur bösen Rechten: Sie seien "reaktionär und gegenüber Menschen auf der Flucht barbarisch und verantwortungslos". Spätestens hier platzt mir dann der Kragen: Wenn Organisationen dies behaupten, die durch erhöhtes Spendenaufkommen (ja, die Tränendrüse funktioniert noch) und vor allem staatliche Unterstützung Unsummen an Geld durch die Migration verdienen, andere mit Dreck bewerfen, darf man durchaus vermuten, dass dahinter eine gehörige Portion Eigennutz und Scheinheiligkeit steckt.

 

Wem es wirklich um die Flüchtlinge geht, der hilft ihnen in den Heimatländern, damit sie nicht erst quer durch die halbe Welt ziehen müssen. Genau diese Position vertreten die "bösen Rechten". Die Flüchtlinge, die dann noch im Rahmen des Gesetzes und der vorgegebenen Bedingungen kommen (was ein Bruchteil der heutigen sein dürfte), sind uns herzlich willkommen!

 

Nur mal so zur Info: meine Familie hat im 2. Weltkrieg schwer gelitten. Einfache, katholische, arme Menschen vom Lande, die noch nie etwas mit Politik zu tun hatten und überhaupt keine Juden kannten. Einige von uns haben den Krieg nicht überlebt, der Rest musste teils furchtbar leiden. Das Grundstück meiner Großeltern wurde von vier Seiten beschossen (von Deutschen, Amerikanern und Russen), während meine Großmutter mit den Kindern im kleinen Häuschen war. Im Garten starb ein Soldat. Eine Granate wurde in den Keller geworfen und die Scheune brannte. Trotzdem lief niemand aus meiner Familie einfach so davon. Sie blieben und nach Kriegsende fingen sie eben wieder von Null an. Ich sehe deshalb vieles, was mir da im TV präsentiert wird, mit Nüchternheit an.

 

Im Weiteren werden psychologisch gut klingende Worte ohne jeden Zusammenhang aneinandergereiht: "mitmenschlich", "Willkommenskultur", "gelebte Solidarität", Münchner/innen "jeder Herkunft, jedes Glaubens, jedes Geschlechts, jeder sexueller Orientierung und jeder Hautfarbe" usw. Allein mit letzterer Hautfarbe soll wohl versucht werden, den Eindruck zu vermitteln, dass eine riesige Menge von Menschen quer durch die ganze Gesellschaft dieses Manifest verfasst hat.

Im 2. Weltkrieg ist dann die Rede von Millionen von Flüchtlingen, die vor verschlossenen Grenzen standen. Wer da wohl gemeint ist? Die Juden, die von anderen Staaten nicht aufgenommen wurden? Die vertriebenen Deutschen, die es oft gar nicht bis zur Grenze geschafft haben, weil sie unterwegs starben, vergewaltigt wurden oder ermordet wurden (geschätzte zwei bis drei Millionen!)? Natürlich wird auch das Grundgesetz zitiert, dass politisch Verfolgten Asyl gewährt, es wird die Abschottung einzelner Staaten angeklagt, die Zurückweisung von Flüchtlingen an der EU-Grenze etc. Noch einmal: die einzigen, die sich momentan an Recht und Gesetz halten und dieses auch einfordern, sind Parteien wie die AfD! Die Bundeskanzlerin BRICHT seit geraumer Zeit zweifellos geltendes Recht!

 

Selbstverständlich wird auch Italien angegriffen, die Schiffe mit illegalen Flüchtlingen nicht mehr so ohne weiteres andocken lassen. Na endlich stoppt mal jemand den illegalen Taxi-Service der NGO und hält sich an das so oft zitierte Gesetz!

 

Die NGOs, die hier mit ihrem Shuttle-Service die Flüchtlinge noch ermutigen, sich auf die Reise zu machen, handeln nicht nur illegal, sondern moralisch verwerflich, da sie die Situation dieser Menschen noch verschlimmern, anstatt an einer wirklichen Lösung vor Ort mitzuarbeiten (was dann aber keinen Gewinn für diese Organisationen einbringt!).

 

Wirklich übel wird es mir aber bei den Schluss-Sätzen:

 

"Wir, Münchnerinnen und Münchner, sagen ja zur Verantwortung, ja zu Menschlichkeit und Nächstenliebe. Wir sagen nein zu Hass und Abgrenzung, zu Überheblichkeit und Ignoranz.

 

Begründung

 

Wir brauchen ein starkes und breites Bündnis, damit wir ein klares Signal der Humanität setzen. Gegen Hetzparolen und politische Entscheidungen, die nicht im Sinne der Menschen in Not getroffen werden."

 

Das ist billigste Propaganda. Unterste Schublade. Da wird "Verantwortung, Menschlichkeit und Nächstenliebe" "Hass, Abgrenzung, Überheblichkeit und Ignoranz" gegenübergestellt. Wer sich nicht den Fakten und Argumenten der Gegenseite stellen will (oder kann?), der greift auf eine zutiefst verwerfliche moralische Anprangerung zurück. Also ob es nicht rationale Argumente wären, mit denen man sich auseinanderzusetzen hätte, sondern einfach nur "Hass". Das, werte Unterzeichner, hat mit Christentum überhaupt nichts zu tun.

 

Was ihr hier treibt, ist mit Sicherheit nicht im Sinne der "Menschen in Not" (wobei ich mal davon ausgehe, dass viele dieser Menschen, die wirklich in Not sind, den Weg zu uns erst gar nicht schaffen, sondern vor Ort warten, dass wir ihnen helfen. Wenn man aber die Ausgaben dieser Organisationen vor Ort mit denen hier in Deutschland vergleicht, fragt man sich schon, wer hier für die Menschen arbeitet, die wirklich in Not sind - und wer nicht).

 

Ich bin gläubiger Katholik und seit 27 Jahren im kirchlichen Dienst. Ich schreibe dies nicht, um oben genannte Organisationen schlecht zu reden. Vieles, was sie tun ist gut, sinnvoll und unterstützenswert. Ich schreibe es, weil mir etwas an ihnen liegt - oder vielmehr an dem, wozu sie ursprünglich gegründet wurden. Und weil mir noch viel mehr an der Katholischen Kirche liegt, die immer mehr in die Hände derer zu geraten scheint, die sie auf einen unkirchlichen Weg bringen wollen.

 

Schämt euch!

 

München den 16.07.2018

Robert Gollwitzer

Integration?

Posted on December 30, 2017 at 7:10 AM

Was Flüchtlinge betrifft, so sollte "Integration" nicht das primäre Ziel sein. Wem wirklich etwas an den Flüchtlingen - und den Menschen seines/ihres eigenen Landes liegt, der sorgt dafür, dass diese Flüchtlinge bald wieder in ihr Heimatland zurückkehren können!

Gemeinnuetzige Organisationen und Migration

Posted on November 3, 2017 at 12:30 AM

Solange gemeinnützige Organisationen jegliche (fundierte und mit Fakten unterlegte) Kritik an der Asylpolitik des Staates und ihrer Rolle und ihrem Eigeninteresse dabei an sich abprallen lassen, anstatt konstruktiv damit umzugehen und über sich selbst nachzudenken, kann man den Druck von außen nur noch erhöhen, um eine Änderung zu erzwingen. Wenn diese Organisationen mit Fakten (inklusiv nachprüfbaren Quellenangabenund Zahlenmaterial!) konfrontiert werden und darauf reagieren, indem sie (ohne Fakten und nachprüfbaren Quellenangaben und Zahlenmaterial!) dem Verfasser AfD-Nähe, falsches Zahlenmaterial, schlechte Recherche, Stimmungsmache, etc. unterstellen und mit unbelegten Gegenbehauptungen kontern, frage ich mich, ob der "gemeinnützige" Charakter nicht doch ein wenig eigennützig ist...

Wenn dann auf den Homepages dieser Organisationen unter dem Thema "Migration" oder "Integration" nur reihenweise Forderungen stehen, die alle die Wörter "es muss...getan werden" enthalten, habe ich den Eindruck, hier ist man nicht an einer selbstreflektierten, werteorientierten Vorgehensweise interessiert, sondern nur an einer Propaganda unterster Schublade.

Wer Migration (und seine eigene Rolle dabei) nicht kritisch betrachtet, muss sich nicht nur den Vorwurf des Eigeninteresses gefallen lassen, er handelt außerdem auch verantwortungslos. Wer täglich mit diesem Thema zu tun hat und sämtliche Fakten, die nicht der eigenen Position dienlich sind, hinter den Tisch fallen lässt, belügt die Menschen bewusst und vorsätzlich.

Ein derartiges Verhalten bestätigt im Grunde nur die Kritiker - und hilft keinesfalls den Migrantinnen und Migranten.

Menschlichkeit?

Posted on September 7, 2017 at 11:05 AM

Momentan läuft eine Aktion eines Wohlfahrtsverbandes mit dem Titel „Wählt Menschlichkeit“.


Im folgenden Text bemüht man sich, zu betonen, man gebe damit keine Wahlempfehlung, was jedoch angesichts der angeführten Argumente doch etwas nüchterner gesehen werden muss.


Da heißt es etwa, Deutschland wäre doch soundso groß – wieviel Platz hätte denn dein Herz? Das ist nicht nur platt und grob vereinfachend, es geht auch an den Tatsachen vorbei. Die Flüchtlingsproblematik, auf die hier angespielt wird, löst man nicht, indem man einfach alle Tora aufmacht, weil man doch geografisch genügend Platz hätte. «Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!»[ meinte Peter Scholl-Latour einmal. Wer ein Herz für Flüchtlinge hat, hilft ihnen. ihre Probleme in den Heimatländern zu lösen (Hilfe zur Selbsthilfe – geschützt durch UN-Truppen). Ihnen zuzumuten, sich auf den Weg um den halben Globus zu machen, ist nicht im Sinne der Betroffenen und fördert außerdem illegale Strukturen.


Auch sollte man gerade als Wohlfahrtsverband sehr darauf achten, dass sich Eigeninteressen nicht mit den Interessen von Bedürftigen und Notleidenden vermischen. Das hinterlässt sonst einen sehr bitteren Nachgeschmack.

Stammtischparolen

Posted on September 2, 2017 at 2:40 PM

Dann gibt es da noch Ratgeber oder gar Seminare darüber, wie man "Stammtischparolen" entgegnet. Da werden wohl wieder mal die "Rechtspopulisten" gemeint sein, denen man in bester Propaganda-Manier von vornherein abspricht, vernünftige Gründe für ihre Meinung anführen zu können.

Kann ja nicht sein, dass es da um Mutti "Wir schaffen das!" Merkel und ihre "studierten Fachkräfte" oder dem zu Deutschland gehörenden Islam geht, oder?

Flüchtlingen in den Heimatländern helfen!

Posted on September 2, 2017 at 8:20 AM

Wem wirklich was an Flüchtlingen liegt, unterstützt die, die wirklich der Unterstützung bedürfen, in ihrem Heimatland - durch Hilfe zur Selbsthilfe, materielle Güter, notfalls finanzielle Mittel und durch den Schutz von UN-Truppen sowie gegebenenfalls politischen Druck.

 

Es ist zutiefst unmoralisch, zuzusehen, wie die Situation in deren Heimatländern eskaliert, die Menschen sich dann mit nichts quer durch die Welt durchschlagen müssen (nochmals: ich rede hier von den wirklichen Flüchtlingen) um dann bei uns die Gesellschaft, Kultur, Religion, Politik und Wirtschaft zusammenbrechen zu lassen.

 

Aber natürlich verdient keine "Hilfsorganisation" Geld damit, wenn man dafür sorgt, dass Fluchtursachen zuhause bekämpft werden. Da können dann allerdings keine Flüchtlingsheime gebaut, Massen an Sozialpädagogen beschäftigt und mehr oder weniger sinnvolle (aber dafür finanziell lohnenswerte) Programme angeboten werden.

 

So ehrenwert die Einstellung vieler Menschen sein mag, die Flüchtlingen ehrenamtlich oder beruflich helfen wollen, so naiv ist doch die gesamtgesellschaftliche politische Einstellung der Handhabung des Flüchtlingsproblems und der politischen Propaganda der Regierung und Medien gegenüber.

 

Irgendwann werden wir den Preis hierfür zahlen müssen und viele werden unsanft aufwachen. Dann ist es aber viel zu spät, um noch etwas zu ändern.

 

Und wer meint, der Islam sei mit westlichen Demokratien und ihren Werten vergleichbar, soll mir doch bitte mal ein mehrheitlich islamisches Land zeigen, wo das so ist.

Flüchtlinge

Posted on March 9, 2017 at 5:45 PM

Ich habe seit Jahren beinahe täglich mit Flüchtlingen zu tun - privat (u.a. habe ich mich ehrenamtlich für diese engagiert) und beruflich. Außerdem bilde ich mich seit langem im Bereich Migration, Traumata, Sprachen, Psychologie, Theologie, Soziale Arbeit etc. fort. So spreche ich auch mehrere Sprachen und bin gerade dem Staat Israel besonders verbunden. Dies nur als Hintergrund.

Ich kann es nicht für gut heißen, wie die Katholische Kirche - und mit ihr andere christliche Kirchen und Organisationen - derzeit mit dem Thema Migration, Flüchtlinge etc. umgehen. Bestenfalls kann ich ihnen noch einen guten Willen unterstellen, schlimmstenfalls einen Tunnel-Blick, Naivität und ein bewusstes Verfolgen eigener Interessen (ob die dann wirklich so christlich sind, sei dahingestellt).

Jeder politisch Verfolgte soll bei uns Zuflucht finden. Das, was hier aber momentan abgeht, hat damit nichts mehr zu tun. Zunächst hilft man den Betroffenen am besten in ihren Heimatländern - politisch, sozial und militärisch. Wenn sich größere Flüchtlingsströme abzeichnen, kann die Devise nicht heißen Türen auf und alles rein. Damit hilft man weder den Flüchtlingen noch den Ortsansässigen. Abgesehen davon lässt man damit mutwillig auch Terroristen ins Land. Es kann auch nicht angehen, dass man sich gegenüber allen kritischen und mit Fakten unterlegten Stimmen taub stellt und diese als "Rechtspopulisten" oder ganz einfach als Menschen abtut, die halt nicht mit ihren Ängsten umgehen können. Das ist nicht nur naiv, das ist verantwortungslos.

Ein wesentliches Prinzip der Kirche ist die Subsidiarität. Demgemäß sollte zunächst Hilfe zur Selbsthilfe erfolgen (also etwa vor Ort). Die nächst höhere Instanz sollte nur einschreiten, wenn die darunter liegende etwas nicht selbst erledigen kann.

Ich löse Probleme nicht, indem ich uferlose Prozesse gegen den deutschen Staat führe, sondern indem ich das Problem an der Wurzel angehe. Der IS ist nicht in zwei Tagen gewachsen. Die Westmächte hatten in sämtlichen Revolten in muslimischen Ländern ihre Finger mit im Spiel - um dann erstaunt festzustellen, dass man Rebellen nicht wie Roboter lenken kann.

Es gibt unzählige Fakten über dieses Thema, die objektiv angegangen werden müssen. Dies kann nicht von Menschen oder Organisationen geschehen, die ein finanzielles, politisches, religiöses oder sonstiges Interesse an einer Version der Geschichte haben.

Ich habe mich mit vielen Flüchtlingen unterhalten. Ich habe für sie gesorgt und auch mit Menschen aus dem Nahen Osten zusammen gelebt. Man kann mir also kaum rechtsradikales oder menschenfeindliches Gedankengut unterstellen.

Ich lasse mir aber auch nicht den Mund verbieten - was niemand von uns tun sollte.

Der Herrgott hat uns den Verstand gegeben, damit wir ihn nutzen!

Kirche und Flüchtlingspolitik

Posted on January 16, 2017 at 12:45 AM

Christliche Organisationen reagierten ja sehr aggressiv auf den Vorwurf, sie würden an den Flüchtlingen kräftig verdienen. Gleichzeitig scheinen ihre Mitarbeiter sich aber um jeden Preis und immer für Flüchtlinge auszusprechen und schon fast panisch Fakten, die nicht in dieses Weltbild passen, zu meiden oder "wegzuerklären". In bester Bollwerk-Mentalität werden da die eigenen Mitarbeiter mit "Argumentationshilfen" ausgestattet - und Tatsachen, die ganz andere Perspektiven zulassen, mehr oder weniger bewusst ignoriert. Andersdenkende werden - wenn Nichtbeachtung nicht mehr weiter hilft - in eine radikale Ecke gestellt - fast auf einem Niveau mit Nazis. Oder es werden ihnen diffuse "Ängste" unterstellt, sie also als psychisch instabil präsentiert - als Menschen, mit denen man Mitleid haben muss. Das ist Propaganda der untersten Schublade.

Ich liebe die Kirche und mit einem solchen Verhalten helfen wir bestimmt nicht der Sache der Flüchtlinge. Vom Schaden, den wir dem Ansehen der Kirche dabei zufügen, ganz zu schweigen.

Feindesliebe

Posted on December 21, 2016 at 2:20 PM

Zu sagen, man solle seine Feinde lieben, ist christlich. Zu sagen, man solle Terroristen lieben, während man selbst im sicheren Büro sitzt und dieses Lippenbekenntnis somit keinerlei praktische Konsequenz außer der Tatsache hat, dass man es damit vielleicht als politisch korrekter Mensch in die Schlagzeilen schaft, das ist scheinheilig.

The Pope and Donald Trump

Posted on November 14, 2016 at 4:25 PM

Many people attack Donald Trump for wanting to build a wall between the USA and Mexico - including the Pope (who irresponsibly denied people who want to do that are not Christians). However, there has to be an end to the current situation where many illegal immigrants come into the USA. Quite a number of them (even though not all) bring crime and drugs along. All change the situation in both countries - if there are workers who accept a salary way below the minimum wage for instance, then this has consequences for all workers. As a German I can only tell you one thing: trying to solve a political problem by letting them all in, is not only futile, it is dangerous, naive and irresponsible. You do not make the cause for migration go away by making it easier for people to leave. Even if you take in 1 million a year it would change nothing regarding sociology. The only way you can resolve this situation and also do something for all the refugees worldwide, is by helping to solve the problems in their home country.

So before you say Trump is not a Christian (figuratively speaking), Holy Father, you might think before you open your mouth. That is the least that a Pope should do. You better speak up and provide clarity when people expect you and even ask you to do that (like regarding Amoris Laetitia, family issues, same-sex attractions etc.). There, however, you are silent and completely fail as a Pope. What would have been the alternative? Voting for Hillary Clinton who is for abortion until the last moment? Are you serious??