Robert Gollwitzer

Seelsorger. Berater. Aktivist. - Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

Blog

Katholische Organisationen und der gelebte katholische Glaube

Posted on July 22, 2018 at 2:25 PM

Katholische Organisationen sollten ihrem Namen auch alle Ehre machen, denn er ist Aufgabe und Verpflichtung. Wenn gläubige und praktizierende Katholiken dort immer weniger werden (zugunsten von "Papierleichen", liberalen "alles-ist-gut" Katholiken, Atheisten oder gar Moslems), hat der Teufel Einzug gehalten. Klingt komisch, ist aber so.

Dann sollte man aber auch konsequent sein und sich vom katholischen Hintergrund lossagen und ihn nicht weiter verwenden - möglicherweise der Spenden willen?

Gemeinnuetzigkeit?

Posted on January 11, 2018 at 12:35 AM

Wenn ihr wissen wollt, ob eine gemeinnützige Organisation oder Kirche so mit eurem Geld umgeht, wie ihr euch das vorstellt, besucht mal deren Verwaltungszentralen und seht euch die dortige Ausstattung an. Wenn hier das Geld nur so an den Wänden klebt, könnt ihr eure eigenen Schlüsse ziehen. Ebenso solltet ihr euch nach dem Einkommen des Vorstands und von Führungskräften erkundigen sowie deren Qualifikationen! Gibt man euch keine Auskunft oder ist deren Einkommen übermäßig hoch, wisst ihr, was ihr zu tun habt!

Noch ein Tipp: Wenn eine solche Organisation oder Kirche Veranstaltungen anbietet, wie man gegen ungeliebte politische Meinungen argumentiert (also Meinungen, die das Einkommen der Organisation gefährden könnten), wisst ihr ebenfalls, was zu tun ist. Vor allem, wenn das nicht zum Satzungszweck dieser Organisation gehört!

Arbeitsgruppen ueber Rechte?

Posted on January 9, 2018 at 12:15 AM

Wenn christliche, "gemeinnützige" und "mildtätige" Wohlfahrtsorganisationen Arbeitsgruppen zum Thema "Rechtsradikale/Rechtsextreme/Rechte" gründen, aber auf dem linken Auge völlig blind sind, so muss ihnen Vorsatz, Verantwortungslosigkeit, Verschwendung von Spendeneinnahmen und Eigennutz unterstellt werden. Vorsatz, weil sie kaum anführen können, dies unbewusst zu tun. Verantwortungslosigeit, weil es ihnen dann ganz offensichtlich nicht um den Schaden, den die betroffenen Gruppierungen geht (Stichwort Hamburg, wo die Linken die Stadt in Schutt und Asche legten), sondern offenbar eine ganz andere Motivation dahinter steht. Das aber schadet der Gesellschaft als Ganzer, da sie so zum bestehenden Unrecht beitragen. Verschwendung von Steuergeldern, weil es nicht zu ihrem Satzungszweck gehört, dies zu tun und Menschen auch nicht dafür gespendet haben. Eigennutz, weil die Argumentation der Rechten ihre Einkommensquellen (Flüchtlingsheime etc.) gefährdet - nicht aber die Randale der Linken.

Als Christ liegt mir etwas an diesen Wohlfahrtsorganisationen, deshalb kritisiere ich sie auch öffentlich dafür. Schämt euch!

Menschlichkeit?

Posted on September 7, 2017 at 11:05 AM

Momentan läuft eine Aktion eines Wohlfahrtsverbandes mit dem Titel „Wählt Menschlichkeit“.


Im folgenden Text bemüht man sich, zu betonen, man gebe damit keine Wahlempfehlung, was jedoch angesichts der angeführten Argumente doch etwas nüchterner gesehen werden muss.


Da heißt es etwa, Deutschland wäre doch soundso groß – wieviel Platz hätte denn dein Herz? Das ist nicht nur platt und grob vereinfachend, es geht auch an den Tatsachen vorbei. Die Flüchtlingsproblematik, auf die hier angespielt wird, löst man nicht, indem man einfach alle Tora aufmacht, weil man doch geografisch genügend Platz hätte. «Wer halb Kalkutta aufnimmt, hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!»[ meinte Peter Scholl-Latour einmal. Wer ein Herz für Flüchtlinge hat, hilft ihnen. ihre Probleme in den Heimatländern zu lösen (Hilfe zur Selbsthilfe – geschützt durch UN-Truppen). Ihnen zuzumuten, sich auf den Weg um den halben Globus zu machen, ist nicht im Sinne der Betroffenen und fördert außerdem illegale Strukturen.


Auch sollte man gerade als Wohlfahrtsverband sehr darauf achten, dass sich Eigeninteressen nicht mit den Interessen von Bedürftigen und Notleidenden vermischen. Das hinterlässt sonst einen sehr bitteren Nachgeschmack.

Hilfe zur Selbsthilfe - unbedingte Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips!

Posted on September 2, 2017 at 11:05 AM

Ein Großteil des Non-Profit-Sektors erbringt Dienstleistungen für Arme, Bedürftige, Kranke und Behinderte. Dafür bekommen diese Unternehmen Spenden sowie finanzielle Leistungen vom Staat und den Krankenkassen.

Soweit, so gut. Daran ist ja auch nichts auszusetzen.

 

Oder doch?

 

Wie würde denn der Umkehrschluss heißen? Wenn wir dafür sorgen, dass die Menschen gesund sind und genug zum Leben haben, wären eine Menge Leute arbeitslos. In gewissem Sinn ist der NPS also auf diese Menschen "angewiesen".

 

Genau hier setzt meine Kritik an: Ich bin sehr für Hilfe zur Selbsthilfe - soweit möglich. Allerdings sehe ich auch die Gefahr, Menschen "gut gemeint" in Abhängigkeit zu halten.

 

Wenn das Geld und die Wohnung vom Sozialbürgerhaus bzw. Wohnungsamt kommt, das Essen von der Suppenküche, die Lebensmittel von der Tafel, die Kleidung von der Kleiderkammer - warum sollte mensch dann noch seinen/ihren Hintern hochheben und daran arbeiten, wieder selbst seinen/ihren Lebensunterhalt zu verdienen - oder alternativ ein gesundes Leben zu führen oder zumindest mit der Krankheit/Behinderung zurecht zu kommen? Da dürften die nötige Disziplin und Motivation wohl eher gering sein.

 

Natürlich fallen nicht alle unter diese Rubrik - die Versuchung ist aber zweifellos da - von Seiten der Betroffenen wie der NPOs.

 

Was tun? Diejenigen, die helfen, müssen laufend ihre eigenen Beweggründe für ihr Tun überprüfen. Gleichzeitig müssen NPOs - mehr als bisher - von unabhängigen Stelllen auf ihre Effektivität und die Verwendung ihrer Mittel geprüft werden.

 

Nein, ich will nicht behaupten, NPOs wären per se schlecht. Im Gegenteil - mir liegt etwas an ihnen und den Menschen, denen sie beistehen, deshalb will ich meinen Teil dazu beitragen, dass hier ergebnisorientiert gehandelt wird.

NPOs

Posted on September 2, 2017 at 8:20 AM

NPOs (Non-Profit Organizations) sind zwar offiziell "nicht gewinnorientiert", aber das muss schon etwas nüchterner betrachtet werden. Man kann auch so viel ausgeben, dass eben kein "Gewinn" mehr übrig bleibt. Wer kennt das nicht - "Wir müssen heuer noch soundsoviel ausgeben - das haben wir im Budget auf unserer Kostenstelle und dürfen es nicht ins nächste Jahr mit rübernehmen!". Hier muss radikal umgedacht und umstrukturiert werden.

Flutkatastrophe in Texas!

Posted on September 1, 2017 at 12:10 AM

Offenbar sieht sich keine der deutschen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen gerufen, den Menschen in Texas beizustehen. Zumindest keine der großen (ich würde mich freuen, wenn mir jemand einen Link sendet von einer, die das tut!). Wohlgemerkt: die USA. Ein Land, gegen das wir im II. Weltkrieg gekämpft haben - und das trotzdem die Größe hatte, dem zerstörten Deutschland zu helfen. Selbst Privatmenschen und Kirchen haben damals im großen Stil gespendet. Die USA hat uns über Jahrzehnte militärisch beschützt und einen Großteil unserer internationalen militärischen Verantwortung übernommen, was diesem großartigen Land nicht nur Milliarden von Dollars, sondern auch unzählige Menschenleben gekostet hat. Deutschland hat davon vor allem finanziell profitiert.

Jetzt ist die USA selbst hochverschuldet. Sie müssen mit ungeheuren Naturgewalten fertig werden. Wäre es da nicht selbstverständlich, dass Deutschland seinem Partner ebenfalls zur Seite steht?

Ich habe bei einer der großen Wohlfahrtsverbände nachgefragt, ob es da eine Spendenaktion gebe. Als Antwort hieß es, die Leute sollen an das allgemeine Spendenkonto überweisen und "für Texas" oder sowas draufschreiben. Sie würden das Geld dann an die deutsche Zentrale überweisen.

Das ist eine Schande.

Sonst wird für jeden Schmarrn gesammelt. Für unsere engsten Freunde haben wir aber offensichtlich nichts übrig.

 

God bless America - land of the free.

 

God bless America - land that I love.