Robert Gollwitzer

Seelsorger. Berater. Aktivist. - Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

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Tunten-Bashing

Posted on January 22, 2020 at 1:55 PM

 

Wie kommt es, dass Schwule, die selbst regelmäßig schnell dabei sind, Respekt für sich und ihre Lebensweise einzufordern (wobei sie "Respekt" mit "Akzeptanz" gleichsetzen), gleichzeitig kein Problem damit haben, "Tunten" zu diskriminieren. Als "Tunte" wird dabei jeder gesehen, der in ihren Augen irgendwie weiblich wirkt (natürlich nicht sie selbst, obwohl das oft genug der Fall sein dürfte). Sie meinen, wenn sie sich die Haare kurz scheren, einen Bart wachsen lassen, Jeans und ein Holzfällerhemd tragen sowie sich einen Bauch wachsen lassen, sind sie "männlich". Das ist eine Karikatur von Männlichkeit! Ein Mann muss nicht in Armee-Klamotten oder Lederjacken herumlaufen, damit andere ihn als solchen sehen! Das ist ja das Drama: so manch einer der oben genannten dürfte ein Problem mit der eigenen (männlichen) Identität haben und meint nun, diese zu bekommen, indem er wenigsten so aussieht wie ein Mann (oder was er davon hält). Wenn ich nicht weiß, was einen Mann ausmacht, wenn ich Männlichkeit für mich nicht definieren kann, dann hilft mir auch das Holzfällerhemd nicht. Wenn ich es aber weiß, dann ich ich mich äußerlich geben, wie ich will - ich bin und bleibe doch ein Mann, der weiß, worauf es ankommt!

 

 

Gender Mainstreaming

Posted on January 23, 2018 at 12:45 AM

Leider wird auch in kirchlichen Kreisen immer noch der Unsinn verbreitet, "Gender Mainstreaming" diene der Geschlechtergerechtigkeit. Das ist genauso dumm wie falsch.

Allein die Zusammensetzung der Wörter straft diese Auslegung Lügen: "Gender" als das von der Umwelt oder dem eigenen Gusto geprägte Geschlecht, das man/frau (angeblich) auch ändern kann (vs. "sex" - dem englischen Wort für das körperliche Geschlecht, das man mit von Geburt an hat).

"Mainstreaming" als die Zusammenführung verschiedener Geschlechter in einen großen ("main") Strom ("Streaming") undefinierbarer Individuen.

"Gender Mainstreaming" entspricht nicht (!) dem christlichen Weltbild, was nicht zuletzt Papst Franziskus und viele andere Bischöfe und Priester betont haben.

Leider sehen offenbar einige ihre Chance, damit Geld zu machen bzw. diese unselige Ideologie in die Gesellschaft und die Kirche einzuführen.

Ich kann nur jede/n auffordern, hier Widerstand zu leisten!

NO PASARAN! - SIE WERDEN NICHT DURCHKOMMEN!

Diversität?

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Diversität und Inklusion? Wird in der Regel oft (von anderen) eingefordert, trifft aber schnell an Grenzen, wenn die Leute merken, dass es für sie selbst unbequem werden kann. Eine wirkliche Diskussion etwa über die Sinnhaftigkeit von Diversität findet nicht statt, da es keine anderslautenden Stimmen geben darf. Das Ganze wird Menschen oft in einer Art und Weise aufgezwungen, bei der sich mir die Haare sträuben. Wenn Vielfalt zur Beliebigkeit und zum Aufgeben eigener Werte führt, wenn das Eigene nicht mehr wertgeschätzt bzw. völlig aufgegeben wird, wendet sich diese "Diversität" schnell gegen sich selbst: sie lässt andere Meinungen nicht mehr zu. Die werden dann radikalisiert bzw. es werden Andersdenkenden psychische Störungen oder unethisches Verhalten unterstellt (etwa "homophob" oder "Hass"). Ich stehe zu dem, was ich bin, denke und tue - als Individuum wie als Angehöriger eines Volkes. Erst dadurch kann ich andere wirklich wertschätzen. "Wertschätzen" wiederum heißt für mich keineswegs, dass ich alles gutheißen oder nicht anderer Meinung sein darf. Das wäre eine Gleichschaltung, eine Ideologie, die dem Wesen der Diversität widerspräche. Vieles in der Herangehensweise und Umsetzung dieses Konzepts erinnert mich aber genau daran: Ideologische Gleichschaltung.