Robert Gollwitzer

Seelsorger. Berater. Aktivist. - Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

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(Schein-)heilige Fürbitten

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Fürbitten im Gottesdienst werden leider immer wieder zur persönlichen Wunscherfüllung im christlichen Anstrich verwendet (für gewöhnlich die Definition von Scheinheiligkeit). In der Regel bittet mensch Gott darum, bei anderen (natürlich nicht bei einem selbst!) eine Verhaltens- und/oder Einstellungsänderung zu bewirken, die mensch (nicht Gott!) für falsch erachtet. Dies betrifft regelmäßig immer nur andere - selbst ist mensch schließlich (schein-)heilig. Das hat nichts mit Demut, sehr viel aber mit der Wurzel aller Sünde zu tun: Stolz und Hochmut. Hier werden die Fürbitten zu einem persönlichen Wunschzettel missbraucht. Durch den christlichen Touch soll die Gemeinde - bewusst oder unbewusst - manipuliert werden, den eigenen Willen und die eigene Einstellung für die Gottes zu halten. So etwas widert mich an.

Categories: Katholische Kirche