Robert Gollwitzer

Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

Katholisch Leben

"Katholisch Leben" ist eine Homepage, die ich ins Internet gestellt habe, als ich zurück zur Katholischen Kirche ging (2007). Sie erklärt und verteidigt den katholischen Glauben und bietet sehr viele nationale und internationale Informationen. Viel Spaß beim Durchsehen!


www.katholisch-leben.org

Es ist leider traurige Wahrheit, dass die wenigsten Katholikinnen und Katholiken mehr eine Ahnung davon haben, was die Kirche lehrt und warum. Den Katechismus der Katholischen Kirche kennen die meisten (einschließlich derer, die Ämter in der Kirche übernommen haben oder dort arbeiten) nur vom Hören-Sagen. Das ist natürlich zunächst einmal von der Kirche selbst zu verantworten, die Katechese/Glaubensunterweisung wohl nicht mehr für nötig hält, aber auch von jedem Gläubigen selbst. Ich kann nur lieben, was ich auch kenne. Ergebnis davon ist, dass jede und jeder für sich selbst entscheidet, was er für "katholisch" hält und was nicht. Im Grunde ist das nichts anderes als ein von Menschen selbst gemachter Glaube - oder, um es mit der Bibel zu sagen: Götzendienst (das Anbeten von etwas von Menschen Gemachtem).
Die Kirche ist keine Demokratie. Dies würde ihrem innersten Wesen widersprechen, auch wenn das viele nicht hören wollen. Nicht gutmeinende aber unwissende Gläubige entscheiden in der Kirche, sonder Gott selbst - durch die vom Heiligen Geist bestimmten Stellvertreter. Dies zu unserem eigenen Besten - das Gegenteil von "gut" ist nämlich "gut gemeint".


Interview mit Weihbischof Andreas Laun aus Salzburg:

Sehr geehrter Herr Bischof,
 
herzlichen Dank, dass Sie einem schriftlichen Interview zugestimmt haben. Hier einige Fragen, um deren Beantwortung ich Sie bitte:
 
Frage: Die Katholische Kirche und mit ihr die gesamte Christenheit ist augenblicklich in einem Zustand wachsender spiritueller Verwirrung. Viele wenden sich ab, andere suchen um Klarheit – um Hirten, die ihre Verantwortung wahrnehmen und nicht der politischen Korrektheit verfallen. Was raten Sie Christinnen und Christen in dieser Zeit?

Bischof Laun: Ich möchte den Menschen sagen: Unser Glaube gilt Jesus Christus und gründet auf Seinen Aposteln, nicht auf anderen Menschen. Konkret: Orientiert euch am Katechismus und damit an der Lehre der Kirche.

  
F: Gerade auf dem Gebiet der Familie und Sexualität ist momentan alles aus den Fugen. Amoris Laetitia hat hier leider nicht zur Klarheit und Orientierung beigetragen. Menschen, die noch an der traditionellen biblischen Lehre festhalten, werden bestenfalls belächelt. Welche Probleme sehen Sie hier am dringendsten an und welche Lösungsvorschläge bieten Sie den Gläubigen?

B: Orientiert Euch an dem hl. Papst Johannes Paul II. Er hat mit größter Klarheit gelehrt: Familiaris consortio.
 
 
F: Gerade gläubige Menschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen haben es hier sehr schwer. Wenn sie diese – aus welchen Gründen auch immer – nicht ausleben möchten, sondern einen anderen Weg gehen wollen, werden ihnen von der Gesellschaft Steine in den Weg gelegt. Auch in der Kirche finden sie in der Regel keine Unterstützung. Sie werden nicht selten verspottet und beleidigt – oder man ermuntert sie, ihren Neigungen doch freien Lauf zu lassen. Andererseits haben es christliche Ex-Gay Einrichtungen wie Jason International (http://jason-online.webs.com) oder Homosexuals Anonymous (www.homosexuals-anonymous.com) schwer, überhaupt Zugang zur Kirche zu finden. Ihre Hilfsangebote werden ignoriert und durch schwulenfreundliche Theologen ersetzt. Welche Litur Botschaft haben Sie für solche Menschen?

B: Hs fühlende Menschen sind genauso von Gott geliebt und berufen wie alle Anderen. Ich kenne in den USA die Bewegung „Courage“: Sie bietet ein kath. Programm an! Und es gibt auch therapeutische Angebote bei Wüstensturm (OJC) und bei Prof. Aardweg in Holland! Ich bedauere den Weg oder Irr -Weg der Kirche im deutschen Sprachraum!
 
 
F: Die wenigsten Katholikinnen und Katholiken haben überhaupt noch eine Ahnung davon, was die Kirche lehrt und warum. Die Botschaften, die ihnen von Priestern und Theologen vermittelt werden, sind so schwammig, dass jeder damit leben kann und keiner etwas davon hat. Lieben kann ich aber nur etwas, was ich auch kenne. Wohin sollen sich Ihrer Meinung nach Gläubige wenden, wenn sie den vollen Schatz des katholischen Glaubens entdecken möchten?

B: Ohne Vermittlung des Glaubens durch die Eltern und kath. Gruppen kann die Erneuerung kaum gelingen! Die Lehr - Basis sollten der Katechismus sein oder auch meine Religionsbücher „Glaube und Leben“ in 8 Bänden, die ich übrigens in viele andere Sprachen übersetzen lassen will. Angefangen habe ich schon in Ungarn und Kroatien und Slowenien, aber es fehlen mir bisher die Mittel.

  
F: Angesichts der Tatsache, dass sogar „christliche“ politische Parteien Positionen vertreten, die ein gläubiger Christ nicht annehmen kann und darf (etwa hinsichtlich der Abtreibung) wenden sich viele Christinnen und Christen rechten Parteien wie etwa der „Alternative für Deutschland“ zu. Auch in der Flüchtlingsfrage sind Gläubige der Ansicht, dass man weder den Flüchtlingen noch den Aufnahmeländern hilft, wenn man einfach alle Tore aufmacht (sondern eher, wenn man sie in ihren Heimtatländern unterstützt). Können Sie das verstehen? Verurteilen Sie diese Menschen?

B: Nein, ich verurteile diese Menschen nicht, ich denke wie sie! Ich halte ein radikales Umdenken für nötig: Zum Beispiel: Afrika helfen durch öffnen unserer Märkte, damit sie eine eigene Wirtschaft entwickeln können! Die Haltung Europas bzgl. der Flüchtlinge ist z. T. verlogen: Man schaut zu, wie Tausende ertrinken, statt ihnen gute Schiffe zu schicken, auf diesen die Leute prüfen und dann bereits entscheiden, die es eitergehen kann. Handelte es sich um Europäer wäre ein solcher Weg unbestritten!
Was uns fehlt sind Christen in der Politik, die nicht feige sind. Feigheit ist die Hauptsünde unserer Zeit, hat Otto von Habsburg gesagt. Man lese V. Palko: „Die Löwen kommen“ Er dokumentiert, wie die schlechten Gesetze in Europa überall mit den Stimmen der Christen gemacht wurden!
 
 
F: Vor einiger Zeit baten vier Kardinäle Papst Franziskus um Klarheit hinsichtlich Amoris Laetitia. Mittlerweile haben sich dem 23 Gelehrte angeschlossen (https://www.lifesitenews.com/news/23-catholic-scholars-release-letter-supporting-dubia-the-church-is-facing-a). Die amerikanische Zeitung The Remnant (http:// remnantnewspaper.com/web/index.php) hat unter dem Titel „With Burning Concern: We Accuse Pope Francis“ eine detaillierte Auflistung seiner Verfehlungen veröffentlicht. Offenbar besteht weltweit ein Bedürfnis danach, dass der Nachfolger Petri wie einst sein Vorgänger dort für Klarheit sorgt, wo Unklarheit herrscht. Vor allem aber, dass er die katholische Lehre authentisch vertritt. Alleine Menschen zu umarmen, macht ihn zwar zum Liebling der Medien, hilft aber den Gläubigen nicht weiter. Was denken Sie darüber? Können Sie die Sorgen dieser Gläubigen verstehen?

B: Ja, ich denke genauso! Beten wir für ihn und die Kirche! Und bezeugen wir die Wahrheit, weil auch Schweigen Sünde sein kann!
 
  
Lieber Herr Bischof Laun, ich danke Ihnen ganz herzlich für dieses Interview.
 
 
Es grüßt Sie aus München
  
Robert Gollwitzer
Dantestr. 25
80637 München
Tel.: +49 (0)89 780 18 960 oder +49 (0)170 129 3016
www.robert-gollwitzer.com

11.12.2016

Ein Liebesbrief an unsere Priester


Ich möchte mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bei den wenigen aufrichtigen katholischen Priestern bedanken, die es noch gibt.
In meiner Kindheit auf dem Land in der Oberpfalz war es selbstverständlich, sich zu verneigen und "Gelobt sei Jesus Christus!" zu sagen, wenn einer unserer Priester auf dem Fahrrad vorbei fuhr. So lernten wir, was uns auch die Bibel lehrt - geweihte Männer zu respektieren. Ich war sehr überrascht, als ich Jahrzehnte später in München sah, wie Katholiken (und Christen in "Freikirchen"!) mit ihren Priestern (Pastoren/Evangelisten) umgingen!
Mittlerweile blutet mein Herz, wenn ich sehe, wie die Kirche die Nachfolger Jesu Christi behandelt. Von Respekt kann da keine Rede mehr sein. Da erlauben sich Laien, die keinerlei (oder bestenfalls eine unsägliche liberal-modernistische) theologische Ausbildung haben, ihnen vorzuschreiben, was sie tun sollen.
Da mischen sich Pfarrgemeinderäte in jede Angelegenheit ein, die sie im Grunde nicht das geringste angeht.
Sakramentales Leben und katechetische Glaubens-Unterweisung existieren (fast) nicht mehr.
Die wenigsten haben noch eine Ahnung davon, was die Katholische Kirche lehrt und warum.

Meine Vorschläge deshalb:

- Sofortige Abschaffung der Pfarrgemeinderäte. Dieses gutgemeinte, aber schlecht gelaufene Experiment in Folge des II. Vatikanischen Konzils ist gescheitert. Leiter einer Pfarrei ist der Priester. Es gibt genügend Möglichkeiten, ihn ehrenamtlich in seinem Tun zu unterstützen, ohne selbst Priester spielen zu wollen.

- Auflösung der Pfarrverbände und Rückkehr zu den Einzel-Pfarreien. Das Argument, es gäbe zu wenig Priester, ist falsch. Weltweit ist die Zahl der Priester am Steigen - und viele unserer Pfarrer kommen eh aus dem Ausland.

- Abschaffung der Kirchensteuer. Die Kirche wird sich nur reformieren, wenn die Kohle - und mit ihr die Berufskatholiken - weg sind und sie zu Reformen gezwungen wird.

- Radikale Reform des Theologiestudiums, der Ausbildung in geistlichen Berufen sowie der katechetischen Unterweisung vor Ort in den Pfarreien. Weg von anti-katholischen liberalen Vorstellungen und zurück zu dem, wofür die Katholische Kirche steht.

- Das alleinige Kriterium bei der Auswahl von künftigen Bischöfen sollte sein, ob sie ihr Hirtenamt bisher gemäß den Vorgaben der Katholischen Kirche gut ausgefüllt haben.

- Priester sollten auch in der "Alten Messe" ausgebildet werden und die Feier derselben sollte weiterhin ermutigt werden. Liturgische Missbräuche wie sie in fast jeder Pfarrei zu finden sind, sind sofort abzustellen.


Priester sind Menschen. Sie haben auch ihre Bedürfnisse. Es erfüllt mich mit tiefer Trauer zu sehen, wie manche von ihnen gemobbt, respektlos behandelt und fortwährend dafür angegriffen werden, dass sie den Katholischen Glauben verkünden (zumindest die wenigen, die das noch tun).
Hirten können ihre Herde nur auf den rechten Weg führen, wenn die Schafe ihnen folgen - das aber ist kaum noch der Fall. Die meisten Katholiken wissen eh alles besser und suchen sich aus, welche Gebote der Kirche sie wann befolgen. Priester sind nur mehr Angestellte. Einer unter vielen in großen Pfarreiverbänden. Sie sollen sich einem "Team" unterordnen und von diesem vorschreiben lassen, was sie zu tun und lassen haben. Die Eucharistie ist beinahe zu einer Belanglosigkeit verkommen - zumindest wird sie von vielen so behandelt. Die Beichte ist beinahe abgeschafft. Wer beichgten will, muss einen Termin mit dem Priester vereinbaren.

Ja, in Deutschland (!) geht die Zahl der Priester (und Ordensangehörigen) zurück. Leider. Allerdings haben wir nichts anderes verdient. Laien können keine Priester ersetzen und die Heilige Messe ist kein Theaterspiel, bei dem jede/r nach Belieben mitspielen kann.

Mittlerweile habe ich von einer Reihe von Priestern (und sogar Kardinälen!) etwas gehört, was ich noch nie zuvor von katholischen Geistlichen gehört habe: dass wir in der Endzeit leben.

Wenn dem so ist, werden die Dinge allerdings erst einmal sehr viel schlechter, bevor sie wieder besser werden.

Das Gute dabei: Wer "das Buch" zu Ende gelesen hat, weiß auch, wer am Schluss gewinnt: Jesus Christus und Sein Leib, die Kirche (wobei letztere nicht der Verwaltungsapparat ist, den wir kennen, sondern die Kirche des Herrn).

Entscheide dich jetzt, auf welcher Seite du stehst. Du hilfst niemandem, wenn du weiterhin auf dem Zaun sitzt.

München, 12.05.2018

Robert Gollwitzer


Pfarrgemeinderäte sind eines der gescheiterten Experimente in Folge des 2. Vatikanischen Konzils. Frei nach dem Motto "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint".
Da bilden sich - in der Regel theologisch kaum gebildete - Laien ein, dem Pfarrer vorschreiben zu können, was er zu tun oder zu lassen hat (oder zumindest einen Einfluss darauf und auf die Angelegenheiten der Pfarrei zu nehmen). Laien, die kaum wiedergeben können, was die Kirche lehrt und warum (gemäß dem Katechismus der Katholischen Kirche) - und deren Privatleben auch nicht notwendigerweise mit den kirchlichen Lehren zu Ehe und Familie übereinstimmt.
Laien haben eine wichtige Funktion innerhalb der Kirche - Priester spielen zu wollen gehört aber nicht dazu (ja, auch innerhalb der Messe maßen sie sich immer mehr an). Folge davon ist, dass Priester oftmals einen psychischen und spirituellen Albtraum erleben, ständig unter Stress sind und Probleme mit ihrer Identität haben.
Auch ohne Pfarrgemeinderäten kann und soll man den Pfarrer tatkräftig unterstützen.
Ein absolutes Unding aber sind die Pfarreiverbände. Da werden einfach bestehende Pfarreien zusammengeworfen und die Priester funktionieren bestenfalls als Sakramentenspender und sind sonst nur einer von vielen.
Nein, das geschieht nicht deshalb, weil wir zu wenig Priester haben. Weltweit ist due Zahl der Priester eher am steigen und viele unserer Geistlichen kommen eh aus anderen Ländern.
Hier wollen Menschen die Kirche übernehmen, die mit dem traditionellen katholischen Glauben nicht mehr viel zu tun haben und den Rest der Kirche auch noch zugrunde richten.
Ich kann nur alle verbliebenen traditionellen Katholikinnen und Katholiken auffordern, aufzustehen, tätig zu werden und für ihre Kirche zu kämpfen!
Wenn die Hirten es nicht tun, müssen eben die Schafe tätig werden!