Robert Gollwitzer

Seelsorger. Berater. Aktivist. - Politisch. Katholisch. Leidenschaftlich.

Mode

Ob wir wollen oder nicht - unser ganzes Äußeres ist ein Statement. Wir drücken damit das aus, was in uns ist.



Deshalb war ich war ich wohl schon mein ganzes Leben lang ein Paradiesvogel...




Neben der Mode war Karl Lagerfeld auch in einigen anderen Bereichen mein Vorbild. Seine Selbst-Disziplin und die hohen Ansprüche, die er an sich selbst stellte, werden mir immer ein leuchtendes Beispiel sein. Ich liebte seine Kreativität und seinen Esprit. Er konnte witzig sein, sagte seine Meinung aber auch immer mutig, klar und deutlich. Vor allem hatte er etwas, das in dieser Kombination nur sehr wenige haben: Klasse und Stil.



In meiner schwulen Zeit bin ich oft in Leder-/Jeans-Bars gegangen. Meist auch im entsprechenden Outfit. Trotzdem hat das "Gesamtbild" nie gepasst. Ich habe nie ganz in diesen Kleidungs- und Verhaltenskodex gepasst (sowenig wie mein Aussehen und Verhalten in meine Umwelt als Jugendlicher gepasst hat).
Auch in meiner Zeit als "Ex-Gay" habe ich nicht unbedingt jedermanns Erwartungen entsprochen. Der eine wollte mich als eine Kopie eines heterosexuellen amerikanischen Mittelklasse-Mannes sehen, der andere meinte, ich solle zu meinen schwulen Wurzeln stehen und auch entsprechend aussehen.
Schwule, die in mir den potentiellen Sex-Partner sahen, wollten mich nach ihren Vorstellungen formen.
Allen zusammen möchte ich sagen: Ich werde nie die Kopie eines anderen Menschen werden - denn den gibt es ja schon. Mein Äußeres wird immer mein Inneres widerspiegeln - und das muss auch so sein. Nur dann bin ich authentisch, nur dann bin ich "ich".


Es gibt immer mal wieder jemanden, der mich ändern will. Dem Einen bin ich zu viel von diesem, dem Anderen zu wenig von jenem.


Ich werde mich nie in eine Vorstellung pressen lassen, die jemand von mir hat, nur um ihm/ihr dann zu gefallen. Wer das versucht, hat kein Interesse an mir selbst, sondern will mich nur benutzen, um seine eigenen Wünsche zu befriedigen.


Männlichkeit bekommt man nicht, indem man seine Haare kurz schert, einen Bart wachsen lässt und sich in ein Baumwollhemd zwängt. Das ist eine Karikatur von Männlichkeit.


All denen, die mich beschimpfen und beleidigen für das, was ich bin, kann ich nur sagen: Ihr könnt mich gern haben. Ich habe lange dafür gebraucht und hart dafür gekämpft, um so zu werden, wie ich bin. Das muss niemandem gefallen - ich muss aber auch keinen Gefallen an dieser Person finden. Beleidigungen lasse ich mir grundsätzlich nicht bieten.


Ich nehme jeden Menschen an, wie er/sie ist - und verlange dies von jedem Anderen. Dies ist die Grundlage für den Respekt, dem man jedem Mann und jeder Frau entgegenbringen sollte.


Why do so many women have short hair, wear no make up, dress in jeans and t-shirt or the like, short: look like men? Because it is "more practical" than dressing up and go for style? You are wonderful and beautiful creatures. A man will never be able to cope with that. Don't dress down. You have class and natural beauty - show it! You are beautiful women - now start showing it! The world is boring enough. It needs beauty! It needs you - or better: the stylish you!


Ich kann nur hoffen, dass dieser unsägliche Trend bald vorbei ist, sich unförmige Riesen-Schals um den Hals zu wickeln (wobei der Hals ja in der Regel frei bleibt. Noch blöder). Diese Dinger gehören auf die Mode-Müllhalde, zusammen mit den "Beanies", diesen dämlichen Wollmützen, die Mann noch bei wärmstem Wetter auf hatte - weil es doch "in" war. Mit dem, was ihr anhabt, drückt ihr euch selbst aus. Ihr gebt ein Statement ab, ob ihr wollt oder nicht. Zieht also nicht an, was alle anderen auch anhaben und rennt keinem Trend hinterher. Seid ihr selbst und tragt, wonach euch ist!
13.03.2016

“The way we dress

affects the way we

think.

the way we

feel.

the way we

act.

& the way others

react

to us.”

― Judith Rasband